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Göttingen Tätigkeitsbegleitende Ausbildung zum Erzieher
Die Region Göttingen Tätigkeitsbegleitende Ausbildung zum Erzieher
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05:01 25.05.2018
Stellen das Angebot zur berufsbegleitenden Weiterbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin/Erzieher vor (v.l.): Steffi Schmitz (BBS Öffentlichkeitsarbeit), Armin Oberländer (BBS Schulleiter), Marcel Riethig (Kreisrat) und Brigitte Wimar (BBS Abteilungsleiterin Sozialpädagogik). Quelle: Christoph Mischke
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Göttingen

Zum 9. August wird in der Fachschule Sozialpädagogik der tätigkeitsbegleitende Bildungsgang, der zum staatlich anerkannten Erzieher sowie zur Fachhochschulreife führt, eröffnet. Drei Jahre dauert die Weiterbildung mit je zwei Unterrichtstagen – donnerstags und freitags – in der Woche. Sie umfasst 1800 Stunden fachtheoretischen Unterricht zuzüglich allgemeinbildender Fächer. Das Angebot ist schulgeldfrei. Eine Förderrichtlinie unterstützt die Auszubildenden mit 150 Euro im Monat. Das mache es leichter, die Arbeitszeit zu reduzieren, um die Ausbildung erfolgreich zu durchlaufen, sagt Armin Oberländer, Schulleiter der BBS Ritterplan. Von 25 zu vergebenden Plätzen, so Brigitte Wimar, Abteilungsleiterin Sozialpädagogik an der BBS, seien noch einige Kapazitäten frei. Interessierte mögen sich in der Schule melden.

Zeitlich und inhaltlich neu ausgerichtet

„Der Fachkräftemangel in den sozialpädagogischen Berufen ist auch in Göttingen und im Landkreis deutlich spürbar“, sagt Kreisrat Marcel Riethig. Je weiter man in den ländlichen Bereich schaue, desto größer werde der Mangel an qualifizierten Mitarbeitern. Deshalb sei das Angebot der BBS auch absolut begrüßenswert. Zumal es sowohl inhaltlich, als auch zeitlich neu ausgerichtet wurde. Ein beträchtlicher Aufwand für die Schule, der sich aber auszahle, ist sich Riethig sicher. Das Entgegenkommen der Betriebe, das den Interessierten die Teilnahme erst ermögliche, sei den Unternehmen hoch anzurechnen, sagt Oberländer, das sei nicht selbstverständlich. Ein ähnliches früheres Weiterbildungsangebot mit Abendunterricht und einem Unterrichts-Samstag im Monat habe nicht so gut funktioniert, berichtet Wimar. Da die Teilnehmer in der Regel schon älter und familiär eingebunden seien, habe sich das alte Modell als extrem belastend erwiesen, was bei rund einem Drittel der Teilnehmer zu einem Ausbildungsabbruch geführt habe. „Das ist ja für alle Seiten enttäuschend“, sagt die Sozialpädagogin. Eine dreijährige Ausbildung müsse für die Teilnehmenden auch leistbar bleiben.

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Erweiterte Zugangsvoraussetzungen

„Wir haben die Inhalte der Weiterbildung neu strukturiert und modularisiert“, sagt Wimar, „um sie für die Universitäten und Fachhochschulen anerkennungs- und anschlussfähig zu gestalten.“ Weiterhin sei der Fokus noch stärker auf die beruflichen Handlungssituationen gelegt worden. Sowohl die Fachkompetenz, als auch die personale Kompetenz der Teilnehmer sollen deutlich erhöht werden. Zugangsvoraussetzung für die Weiterbildung sei die abgeschlossene Ausbildung zum Sozialpädagogischen Assistenten, aber auch andere Berufe könnten Zugang zum Weiterbildungsangebot erhalten, sagt Wimar. Beispielsweise staatlich anerkannte Heilerziehungspfleger, staatlich geprüfte Sprech- und Stimmlehrer, Ergotherapeuten, Logopäden sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger.

Von Christoph Mischke

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