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Göttingen Haftstrafe: BGH bestätigt Urteil gegen Göttinger Vergewaltiger
Die Region Göttingen Haftstrafe: BGH bestätigt Urteil gegen Göttinger Vergewaltiger
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20:26 28.01.2019
Das Urteil des Göttinger Landgerichts ist bestätigt. Quelle: dpa
Göttingen

Der Bundesgerichtshof habe die Revision des Angeklagten gegen eine entsprechende Entscheidung des Landgerichts Göttingen als unbegründet verworfen, teilte eine Justizsprecherin mit. Damit ist das im April 2018 verhängte Urteil rechtskräftig.

Die Kammer hatte den Angeklagten der Vergewaltigung und schweren Körperverletzung sowie des Diebstahls für schuldig befunden. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass er im Juni 2017 in seiner Wohnung einer 28-jährigen Frau mit der Faust ins Gesicht geschlagen, sie gewürgt und mit einem Kabel gedrosselt hatte. Anschließend habe er versucht, mit einer Glasscherbe eine Tätowierung aus dem Arm herauszuschneiden und ihr dabei eine zwölf Zentimeter lange Stichwunde zugefügt.

Nach brutaler Tat vor die Tür geschleift

Als sie sich wehrte, habe er sie gepackt, auf eine Matratze geschleudert, sich auf sie geworfen und sie gewürgt, geschlagen, gebissen und vergewaltigt. Hinterher habe er sie zweimal mit dem Kopf gegen die Wand geschlagen, aus dem Haus geschleift und nur mit einem BH bekleidet vor der Tür liegenlassen.

Die Frau hatte dann mehrere Klingeln gedrückt, um wieder ins Haus gelangen zu können. Ein Nachbar wurde auf sie aufmerksam und rief die Polizei. Kurz darauf nahmen die Beamten den 32-Jährigen fest. Dieser wurde außerdem wegen Diebstahls verurteilt, weil er in einem Geschäft Fitnessuhren entwendet hatte.

Die Verteidigung hatte mit diversen Beweisanträgen die Glaubwürdigkeit der Zeugin in Zweifel zu ziehen versucht und einen Freispruch gefordert. Das Gericht hielt die Frau jedoch für glaubhaft, auch deshalb, weil wesentliche Aussagen durch die Spurenlage bestätigt würden. So stimmten sowohl die diversen Blutspuren als auch die festgestellten Verletzungen – Hämatome, Prellungen, Würgemale, Schnitt- und Bisswunden – mit ihren Schilderungen überein. Ein psychologischer Sachverständiger kam in seinem Gutachten zu dem Schluss, dass die Angaben der Zeugin auf tatsächlichen Erlebnissen beruhten.

Von Heidi Niemann

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