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Göttingen BGH bestätigt Urteil gegen Göttinger Anlageberater
Die Region Göttingen BGH bestätigt Urteil gegen Göttinger Anlageberater
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17:00 30.05.2018
Das im Dezember verhängte Urteil des Landgerichts Göttingen gegen einen früheren selbständigen Vermögens- und Anlageberater ist jetzt rechtskräftig. (Symbolbild) Quelle: dpa
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Göttingen

Die Nachprüfung des Urteils habe keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben, heißt es in der BGH-Entscheidung. Die Wirtschaftsstrafkammer hatte den 53-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Nach Ansicht der Richter hat sich der Anlageberater aus dem Landkreis Göttingen des Betruges in 44 Fällen sowie der Untreue in sechs Fällen schuldig gemacht. Bei 17 Betrugsfällen habe er zudem eine Urkundenfälschung begangen, indem er mit gefälschten Unterschriften von Mandanten ohne deren Wissen und Zustimmung Geldüberweisungen vorgenommen und Versicherungsverträge abgeschlossen habe.

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Der 53-Jährige hatte in dem Prozess eingeräumt, wiederholt vier- bis fünfstellige Geldbeträge von Kundenkonten auf ein eigenes Konto oder auf ein Verrechnungskonto überwiesen zu haben, ohne dazu ermächtigt gewesen zu sein. Einige Kunden hatten ihm für das Konto, das sie auf sein Anraten hin bei einer bestimmten Bank eingerichtet hatten, die dazu gehörigen PIN- und TAN-Nummern zur Verfügung gestellt, mit denen er dann Überweisungen vornahm. Außerdem hatte er mit gefälschten Unterschriften mehrere Dutzend Versicherungsverträge für Kunden abgeschlossen, um zu Unrecht die Vermittlungsprovision zu kassieren.

Inzwischen hat er der Angeklagte erste Schritte zur Schadenswiedergutmachung unternommen und die unrechtmäßig ergatterten Provisionen wieder zurückgezahlt.

Das Landgericht hatte außerdem die Einziehung der Geldsumme angeordnet, die er durch seine Straftaten erlangt hatte. Insgesamt waren es 194.000 Euro.

Von Heidi Niemann

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