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Göttingen Bahnhof des Jahres 2013: „Super, Göttingen hat es verdient“
Die Region Göttingen Bahnhof des Jahres 2013: „Super, Göttingen hat es verdient“
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20:09 09.09.2013
Von Ulrich Schubert
Rote Ballons und ein Gold glänzendes Schild: Juroren und Gäste enthüllen die Tafel für „Bahnhof des Jahres“ in Göttingen. Quelle: Theodoro da Silva
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Göttingen

Die „Allianz pro Schiene“ zeichnet in jedem Jahr die besten Bahnhöfe „aus Kundensicht“ in Großstädten und kleinen Gemeinden aus. Für Göttingen hatten sich ungewöhnlich viele von etwa 2200 Eisenbahnfans stark gemacht, bevor eine Jury aus diesen Vorschläge 20 Finalisten auswählte.

„Ich finde es super, Göttingen hat es verdient“, kommentierte Sissi Karnehm-Wolf am Montag während des Festaktes auf dem Bahnhofsvorplatz die Auszeichnung. Die passionierte Bahnreisende aus Göttingen gehörte zu den 2200 Tipp-Gebern.

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Göttingen bekommt diesen Preis in der Kategorie der Großstädte mit mehr als 100 000 Einwohnern. In den Vorjahren waren neben anderen Hannover, Bremen, Leipzig und Darmstadt an der Spitze.

„Alles schön und sauber“

Schon zur Bekanntgabe der Sieger vor drei Wochen hatte die „Allianz pro Schiene“ den Service für Radfahrer am Göttinger Bahnhof und den attraktiven Hintereingang an der Westseite gelobt.

Jetzt legten Jurymitglieder und andere Gastredner noch viele weitere Gründe für die Auszeichnung nach: „Ich habe beobachtet, dass der Göttinger Bahnhof seit Jahren immer besser wurde“, sagte Jurymitglied Monika Ganseforth vom Verkehrsclub Deutschland.

Schon der Vorplatz sei sehr ansprechend, „aber auch im Bahnhof ist alles schön und sauber“.

Gute Zusammenarbeit

Die Göttinger Rückseite sei im Vergleich zu anderen Haltepunkten mit oft düsteren Ecken und desolaten Parkplätzen wie in Nürnberg eigentlich keine Rückseite, ergänzte Juror Karl-Peter Naumann vom Fahrgastverband Pro Bahn. Zudem seien alle Bereiche barrierefrei und ohne Stufen erreichbar.

Für die „Allianz pro Schiene“ betonte ihr Geschäftsführer Dirk Flege, dass die Auszeichnung „Bahnhof des Jahres“ immer auch eine für die Stadt sei. Sie sei gerade hier zu großen Teilen verantwortlich für einen schönen Vorplatz und das ungewöhnliche Angebot für Fahrräder mit neuen Abstellanlagen und einem Parkhaus.

Offenbar gebe es auch eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen Bahnhofsmanagement und Stadt, „das wirkt sich aufs Umfeld aus“, fügte der Vorstandsvorsitzende der DB Station und Service AG, André Zeug, an.

„Unkonventionelles Verkehrsbündnis“

Für die Auszeichnung sei aber immer der Service mit entscheidend, so Flege. Er habe festgestellt, dass sich die Mitarbeiter um Bahnhofsmanager Detlef Krusche „auch immer wieder zu den Menschen herab auf Augenhöhe begeben. Und das ist das, was den Bahnhof des Jahres ausmacht.“

Zum zehnten Mal hat die „Allianz pro Schiene“ Bahnhöfe ausgezeichnet. Sie bezeichnet sich als ein „unkonventionelles Verkehrsbündnis“, in dem 20 Non-Profit-Verbände und über 100 Unternehmen der Eisenbahnbranche zur Förderung des Schienenverkehrs kooperieren.

Am Göttinger Bahnhof steigen täglich etwa 27 000 Reisende ein und aus. Auf acht Gleisen stoppen pro Tag etwa 370 Züge.

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