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Göttingen Bahnübergänge werden für 840000 Euro saniert
Die Region Göttingen Bahnübergänge werden für 840000 Euro saniert
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00:19 26.10.2017
Rangierlokomotive mit Güterwagen im Göttinger Industriegebiet. Lokrangierführer Jürgen Behrens steuert die Lok weitestgehend mit einer Funkfernsteuerung. Quelle: Foto: Hinzmann
Göttingen

Auf dem mehrere Kilometer langen Industriestammgleis der GöVB werden Waggons von und zu den Unternehmen der Industriegebiete, die ihre Waren auf dem Schienenweg beziehen oder ihre Produkte per Bahn abtransportieren, zugestellt, erklärt Stephanie Gallinat-Mecke, Sprecherin der GöVB. Aktuell würden die Zustellungen zum Beispiel von SMP, Refratechnik und Resebeck in Anspruch genommen.

Damit das auch in Zukunft gewährleistet ist, sollen in den kommenden Monaten die vier Bahnübergänge des Industriegleises saniert werden. Sie befinden sich an folgenden Stellen: Stresemannstraße, Im Rinschenrott, Rudolf-Winkel-Straße und Königsallee. „Die Landeseisenbahnaufsicht empfiehlt eine Sanierung, da die technischen Sicherungsanlagen nur noch eingeschränkt den heutigen Anforderungen der Bau- und Betriebsordnung der Eisenbahn entsprechen“, erklärt Gallinat-Mecke. Zudem sei „die wirtschaftliche Nutzungsdauer erreicht, Ersatzteile kaum noch erhältlich“. Das könne gefährlich werden: „Bei einem Ausfall der Sicherungstechnik wäre ein Bahnübergang nicht mehr technisch gesichert“, sagt die GöVB-Sprecherin. Parallel zu den Sanierungsarbeiten sollen daher künftig auch Halbschranken an den Bahnübergängen errichtet werden.

Die Arbeiten haben mittlerweile begonnen: „Die Anlage ‚Im Rinschenrott’ wurde bereits umgerüstet und signaltechnisch abgenommen, aktuell wird der Bahnübergang ‚Rudolf-Winkel-Straße’ umgerüstet“, erklärt Gallinat-Mecke. „Beide Übergänge sollen dann voraussichtlich Ende November von der Landeseisenbahnaufsicht abgenommen werden.“

Die gegenwärtige Kostenschätzung für alle vier Bahnübergänge beläuft sich nach Angaben der Göttinger Verkehrsbetriebe auf rund 840 000 Euro. Teilen sich Land, Stadt Göttingen und GöVB, wie es das Eisenbahnkreuzungsgesetz vorsieht, die Kosten, müsste jeder der drei Partner rund 280 000 Euro aufbringen. Eine Menge Geld. Stadt und GöVB werden zur Finanzierung ihres Kostenanteils daher eine Förderung aus Mitteln des Landes nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz beantragen. „Die GöVB kann dabei auf eine Förderquote von bis zu 75 Prozent, die Stadt von bis zu 60 Prozent rechnen“, erklärt Gallinat-Mecke. Im besten Fall verbleibe für die GöVB ein Eigenanteil von etwa 70 000 Euro, für die Stadt von rund 110 000 Euro.

Die Arbeiten, die in diesem Herbst begonnen haben, sollen im kommenden Jahr weitergeführt werden – und zwar schrittweise. Der Anfang ist mit den Bahnübergängen „Im Rinschenrott“ und „Rudolf-Winkel-Straße“ bereits getan. Die Sanierung der anderen beiden Bahnübergänge soll dann im kommenden Jahr folgen. Ein Fachbüro begleite die Vorbereitungen der Arbeiten, sagt Gallinat-Mecke.

Das Industriegleis beginnt im Osten und quert zunächst die Straße „Im Rinschenrott“, bevor es weiter durch das Industriegebiet verläuft. Die genutzte Strecke endet parallel zum Fluss Flötegraben und zur Florenz-Sartorius-Straße. Die Anfänge des Industriegleises sind nach Angaben von GöVB-Sprecherin Gallinat-Mecke auf 1893 zu datieren. Das Gleis ist aktuell rund 4,1 Kilometer lang.

Von Andreas Fuhrmann

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