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Göttingen Mit der Bahn von Osterode nach Göttingen
Die Region Göttingen Mit der Bahn von Osterode nach Göttingen
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16:00 24.05.2019
Symbolbild Quelle: dpa
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Göttingen

Der Landkreis soll noch schneller zusammenwachsen, und die Mobilität der Bürger gefördert werden. So heißt es im Antrag von SPD, Grünen und FWLG. Entsprechend sei die Direktverbindung der beiden Städte ein wünschenswertes Ziel, so Herbert Lohrberg (SPD) während der jüngsten Kreistagssitzung. Konkret wolle man erreichen, dass die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen eine solche Direktverbindung möglichst bald einrichte.

Anfang der Woche hatte sich Verkehrsexperte Michael Reinboth von der Initaitve „Höchste Eisenbahn für den Südharz“ kritisch zu dem Vorstoß geäußert. Es sei mit der bisherigen Infrastruktur schlicht nicht möglich, eine solche Verbindung einzurichten, ohne andere bestehende Linien zu beeinträchtigen.

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Kaum ein Zeitvorteil

Außerdem ergebe sich kaum ein Zeitvorteil zur bisherigen Lösung mit einem Umstieg in Herzberg. Denn hier müsse der Zug ohnehin die Fahrtrichtung wechseln, ein Zeitaufwand von drei bis vier Minuten. „Also exakt die Zeit, die bisher zum Umsteigen zur Verfügung steht“, so Reinboth. Zudem kollidiere die gewünschte Osterode-Göttingen-Linie mit der Verbindung Nordhausen/Göttingen. Eine Umsetzung sei ohne große finanziellen Einsatz nicht möglich, so Reinboths Fazit.

Der Kreistag entschied sich dennoch mehrheitlich dafür, die Verwaltung zu beauftragen, das Projekt voranzutreiben. Es gehe darum, Bedarf anzumelden. Über die Machbarkeit müssen sich dann andere Gedanken machen.

Von Markus Scharf