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Göttingen In Göttingen soll eine neue Kletterhalle eröffnen
Die Region Göttingen In Göttingen soll eine neue Kletterhalle eröffnen
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00:21 12.04.2019
Für das Tageblatt ist Geschäftsführer Torsten Ihlemann schon einmal in die Wand gestiegen. Die Farbgebung der Boulder zeigt deren Schwierigkeitsgrad an. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

In Göttingen soll demnächst eine neue Boulderhalle eröffnen. Vieles ist bereits auf den Weg gebracht. In einer Halle auf einem Grundstück in der Stresemannstraße / Ecke Levinstraße sind Wände aufgestellt und mit sogenannten Bouldern (englisch für Felsblöcke) versehen worden. Die Matten liegen aus, ein Trainingsbereich ist eingerichtet, Parkplätze stehen auf dem Hof zur Verfügung, sogar die Kaffeemaschine im Bistro ist betriebsbereit.

Allerdings zieht sich die behördliche Genehmigung etwas länger hin, als gedacht. Torsten Ihlemann, der geschäftsführende Gesellschafter des kleinen Unternehmens mit vorerst zwei Mitarbeitern, hofft, dass jetzt alles ganz schnell gehen wird. Einen konkreten Eröffnungstermin kann er aber im Moment noch nicht nennen.

Bouldern boomt

Ihlemann ist überzeugt, dass sein Angebot viel Interesse finden wird. „Vor ein paar Jahren war Bouldern ein Nischending. Jetzt ist es jedoch populär geworden. Es boomt. In den großen Städten sind die Hallen voll.“ Das liege wohl daran, meint er, dass für diesen Sport, dass für diese Freizeitbeschäftigung keine Sicherheitsgurte, keine Seile, nicht einmal ein Partner nötig sind. Jeder, der Lust am Klettern mitbringt, könne sich ausprobieren.

Ob Jung, ob Alt. Zu einem späteren Zeitpunkt will Ihlemann auch Kurse anbieten, die den Einstieg erleichtern oder eben bereits Fortgeschrittenen weiterführende Tipps und Anregungen geben. Für alle Laien fasst er zusammen: „Bouldern ist Klettern in Absprunghöhe.“ Wer fällt, fällt auf weiche Matten. Die Nutzfläche der Halle betrage 1000 Quadratmeter, davon würden 750 Quadratmeter konkret für das Bouldern genutzt.

Sechs Schwierigkeitsgrade

Erst Anfang Januar war damit begonnen worden, die Halle umzubauen. „In dieser kurzen Zeit haben wir viel geschafft“, meint Ihlemann beim Blick auf die Kletterwände. Ihm sei bei der Gestaltung wichtig gewesen, dass der Platz nicht zu eng zugebaut wird, sondern ausreichend Fläche da sei für alle, die gerade nicht klettern.

Nach Eröffnung will er die Boulder einmal in der Woche umschrauben, sodass sich immer wieder neue Klettervarianten ergeben. Langweilig soll es schließlich nicht werden. Sechs verschiedene Schwierigkeitsgrade werde es geben. Zu erkennen sind sie an den Farben. Anfänger beginnen am besten bei weiß, schwierig sind dann die roten Boulder.

Technik ist wichtig

Es komme letztlich nicht auf die Kraft an, die eine Person mitbringt, weiß der 45-Jährige. Technik und Beweglichkeit würden eine sehr große Rolle spielen, um sicher und geschickt die Wand hinauf zu kommen. Ihlemann war früher Betriebsleiter beim Cube Kletterzentrum in Wetzlar, er ist gelernter Goldschmied und wohnt in Braunschweig. Mit 25 Jahren sei er auf den Geschmack gekommen, es selbst mit dem Klettern zu probieren. Er verweist auf durchaus gute und anspruchsvolle Klettermöglichkeiten im Harz und im Weserbergland.

Im Gespräch mit dem Tageblatt redet er auch für so ausgefallene Disziplinen wie Free solo, also dem Klettern ohne jegliche Absicherung. Nein, lebensmüde seien jene, die sich ohne Seil in die steilste Wand wagen, nicht. „Sie sind sich bewusst über die Gefahr.“ Und: „Sie sind mit sich im Reinen.“ Das Bouldern in der Halle erfordere freilich mitnichten einen solchen Wagemut. Hier gehe es vor allem um Spaß und um das Ausprobieren und Trainieren des eigenen Körpergefühls.

Wer sich im Internet bereits einen Überblick über das Bouldern in Göttingen verschaffen möchte, kann die Seite www.boulderningoettingen.de besuchen. Hier gibt es auch Informationen über die Öffnungszeiten und die Preise.

Von Ulrich Meinhard

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