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Göttingen Batterien nicht korrekt gesichert: Autobahnpolizei stoppt Gefahrguttransport
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Batterien nicht korrekt gesichert: Autobahnpolizei stoppt Gefahrguttransport auf der A7 bei Göttingen

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14:20 22.12.2020
Beamte der Autobahnpolizei haben einen Klein-Lkw genauer unter die Lupe genommen – und festgestellt, dass der Fahrer Gefahrgut nicht ordnungsgemäß transportierte
Beamte der Autobahnpolizei haben einen Klein-Lkw genauer unter die Lupe genommen – und festgestellt, dass der Fahrer Gefahrgut nicht ordnungsgemäß transportierte Quelle: CH
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Göttingen

Wegen mangelhafter Beleuchtung ist der Fahrer eines Kleinlasters ins Visier der Polizei geraten. Während einer Kontrolle stellte sich heraus, dass der Mann Gefahrgut nicht ordnungsgemäß gesichert hatte, teilte die Polizei mit.

Der Fahrer eines Klein-Lkws befand sich am Freitag, 18. Dezember, auf einer Überführungsfahrt auf der Autobahn 7 in Richtung Kassel, als er den Beamten der Autobahnpolizei Göttingen auffiel: An dem Fahrzeug mit roten Händlerkennzeichen war die Beleuchtung nicht in Ordnung, sowohl am Fahrzeug als auch an der Ladebordwand, der „Hebebühne“ des Kleinlasters.

Auf dem Gelände der Rastanlage Göttingen-West nahmen die Autobahnpolizisten das Fahrzeug genauer unter die Lupe: Das Gebrauchtfahrzeug sollte im Auftrag einer Nutzfahrzeugfirma aus Hildesheim von einer anderen Firma nach Bayern überführt werden.

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 „Auf der Ladefläche entdeckten die Ermittler bei der weiteren Begutachtung ungesichert transportierte Batterien“, heißt es im Bericht der Polizei. Der 61-jährige Fahrer sollte die Batterien im Zuge der Überführungsfahrt nach Hessen liefern.

Gefahrgut auf der Ladefläche

„Aber: Batterien sind grundsätzlich als Gefahrgut eingestuft“, so die Mitteilung weiter. Ein Transport derartiger Güter dürfe „nur besonderer Sorgfalt und in ordnungsgemäß zugelassenen Fahrzeugen erfolgen“. Soll heißen: Rote Kennzeichen reichen nicht aus, die Güterbeförderung ist dann grundsätzlich unzulässig.

„Im vorliegenden Fall kamen die Experten der Autobahnpolizei zu dem Schluss, dass die reguläre Beförderung augenscheinlich eingespart werden sollte“, so die Polizei weiter. Gegen den Fahrzeugführer, den Inhaber der Kennzeichen aus Sachsen und den niedersächsischen Auftraggeber wurden Strafanzeigen wegen steuerrechtlicher Verstöße gefertigt. „Auf die Beteiligten kommen außerdem Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen zulassungsrechtlicher, gefahrgutrechtlicher und fahrpersonalrechtlicher Verstöße zu.“ Der Kennzeicheninhaber muss sich außerdem eine Überprüfung seiner Zuverlässigkeit durch die Zulassungsstelle einstellen.

Von Nadine Eckermann