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Göttingen Baubeginn auf dem Gelände des früheren Göttinger Lok-Rundschuppens
Die Region Göttingen Baubeginn auf dem Gelände des früheren Göttinger Lok-Rundschuppens
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22:49 16.07.2014
Von Matthias Heinzel
Projekt „Bartolomäusbogen“: Seit einigen Tagen sind Baumaschinen auf dem Gelände im Einsatz. Quelle: Vetter
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Göttingen

Vorgesehen ist ein moderner, knapp 20 Meter hoher Rundbogen-Neubau mit maximal fünf Geschossen.

Geplant wurde das Projekt vom Göttinger Architekturbüro Brune + Brune. Der Investor kommt ebenfalls aus Göttingen: Die Vesting Invest AG hat in Göttingen bereits mehrere Bürokomplexe errichten lassen.

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Das Gelände, auf dem der Neubau nun entsteht, liegt seit Jahren brach. Etwa 6600 Quadratmeter groß ist die Fläche zwischen Finanzamt, Bahnstrecke und Bartholomäusfriedhof. Bis 2006 stand dort ein Lokschuppen der Bahn. Der Neubau soll die Form des ehemaligen Rundschuppens wieder aufnehmen.

„Wir freuen uns, dass es endlich losgeht“

Für das Gebäude stehen 4800 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Unter anderem ist geplant, Wohnungen kurzfristig an Gastwissenschaftler oder Doktoranden zu vermieten.

„Wir freuen uns, dass es endlich losgeht“, sagt Gregor Brune vom betreuenden Architektenbüro. Damit folge Göttingen nun den Entwicklungen in größeren Städten, wo bahn- und bahnhofsnahe Grundstücke bereits seit längerer Zeit mit hochwertigen Immobilien bebaut würden.

Dies sei unter anderem möglich, sagt der Architekt, „weil die Bahn leiser und sauberer wird“. Der Belastung durch Zuglärm werde beim Projekt Bartholomäusbogen unter anderem dadurch Rechnung getragen, dass die reine Wohnnutzung nicht zur Bahntrasse hin angelegt sei.

Bei den nur kurzfristig genutzten Hotelzimmern sei Schienenlärm nicht so problematisch, weil hier die Belastung durch bauliche Maßnahmen gut eingedämmt werden könne. Außerdem steige die Nachfrage nach innenstadtnahem Wohnraum weiter – auch für Göttingen, erklärt Brune. Einzelhandel, wie ursprünglich von der Stadt für diesen Standort gewünscht, wird es im Bartholomäusbogen nicht geben. Der Name ist dem gegenüberliegenden Friedhof entlehnt.