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Göttingen Baumfrevel auch in der Schillerstraße in Göttingen - Zwei Birken betroffen
Die Region Göttingen Baumfrevel auch in der Schillerstraße in Göttingen - Zwei Birken betroffen
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00:18 02.08.2013
Totgespritzt: Birken an der Schillerstraße.
Totgespritzt: Birken an der Schillerstraße. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Sie müssen gefällt werden. Weitere vergleichbare Fälle seien aber in der Zwischenzeit nicht hinzugekommen, sagt Johannson.

Dafür wurde der Göttinger Polizei ein weiterer Fall von Baumfrevel angezeigt. Das sagt Sprecherin Jasmin Kaatz. Demnach sollen in der Schillerstraße zwei Birken ebenfalls angebohrt und mit Gift zum Absterben gebracht worden sein. Allerdings stünden die Bäume auf privatem Grund.

Und zwar, berichtet Klaus Rohlfing, einer der Eigentümer des Hauses an der Schillerstraße, in einem verschlossenen nicht allgemein zugänglichen Bereich. Um die beiden Bäume habe es in der Eigentümergemeinschaft seit vielen Jahren immer wieder Diskussionen und Abstimmungen gegeben. Nach dem jüngsten Mehrheitsbeschluss der fünf im Haus lebenden Parteien hätten die Bäume jetzt gefällt werden sollen, was allerdings an der städtischen Baumschutzsatzung gescheitert sei – zur Freude Rohlfings, der gegen die Fällung gestimmt hatte.

Sachverstäniger eingeschaltet

Als er im August vergangenen Jahres aus einem 14-tägigen Urlaub zurückgekehrtsei, hätten die Bäume binnen weniger Tage ihr Laub verloren. „Das ist schon ein seltsamer Zufall.“ Die Hausverwaltung habe daraufhin einen Sachverständigen eingeschaltet. Der habe festgestellt das die Birken vergiftet wurden – über Bohrlöcher im Stamm.

„Der Wert der Bäume beträgt nach Auskunft des Sachverständigen mehrere tausend Euro“, sagt Rohlfing, verärgert über die Tat. „Das ist die Beschädigung von Gemeinschaftseigentum und eine kriminelle Handlung.“

Damit sind es jetzt, die beiden weiteren Fälle in Rosdorf und Weißenborn eingerechnet, vier angezeigte Fälle von Giftattacken auf Bäume im Landkreis Göttingen. Die Ermittlungen liefen noch, sagt Kaatz. Ein Schuldiger sei bis jetzt nicht ermittelt worden. Es hätten aber bereits, wie zum Beispiel im Fall Schillerstraße, Befragungen stattgefunden.

„Für uns ist das schwierig, weil der Tatzeitraum schlecht einzugrenzen ist“, erklärt die Polizeisprecherin. Sie bezieht sich damit auf eine Aussage des Göttinger Baumsachverständigen Ulrich Weihs. Der hatte im Tageblatt-Interview gesagt, dass sich das Gift, vermutlich das Herbizid Roundup, sehr schnell verflüchtige, der Schaden an den Bäumen aber erst sehr viel später offenbar werde.

Die Vorgehensweise, Bäume zum Absterben zu bringen, sei auch für die Polizei neu, sagt Kaatz. „Das ist keine schöne Sache.“ Man werde aber weiter in alle Richtungen ermitteln.

Von Andreas Fuhrmann und Katharina Klocke

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