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Göttingen Bauschutt verschwindet unter Erde und Büschen
Die Region Göttingen Bauschutt verschwindet unter Erde und Büschen
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17:46 13.07.2011
Von Gerald Kräft
Bau- und Bodenschuttdeponie bei Dransfeld: Erster Abschnitt an einem Hang über dem Niemetal ist gefüllt und wird rekultiviert.
Bau- und Bodenschuttdeponie bei Dransfeld: Erster Abschnitt an einem Hang über dem Niemetal ist gefüllt und wird rekultiviert. Quelle: Ft
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Dransfeld

Am Hang mit weitem Blick über dem Niemetal hinter dem Kompostwerk sind Bagger dabei, die Landschaft neu zu modellieren. Der Bauschutt – zuletzt wurden dort im Jahr rund 20 000 Tonnen abgelagert – wird mit einer Kunststoffabdichtung versehen, eine mineralische Schicht soll Regenwasser ableiten. Darüber kommt 1,30 Meter Erde, und Büsche und Bäume werden angepflanzt. Im Herbst seien die Arbeiten abgeschlossen, erklärt der Deponie-Ingenieur des Landkreises, Dirk Pieper. Beim Setzen der ersten jungen Hainbuchen nahmen Kreisumweltdezernentin Christel Wemheuer und der FDP-Kreistagsabgeordnete Karl Semmelroggen selbst den Spaten in die Hand.

Die Bau- und Bodenschuttdeponie der Klasse I wurde 1993 eingerichtet. Zu einem großen Teil auch mit Straßenaufbruchmaterial aus der Stadt Göttingen ist ein Abschnitt jetzt gefüllt. Auf der Deponie der Stadt am Königsbühl darf nicht alles abgelagert werden. Es sei schneller gegangen als gedacht, so Wemheuer. Das habe auch mit der Konjunktur zu tun. Für die Landkreisdeponie existieren Erweiterungsflächen, für die bereits das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen ist. Auf der besonders abgedichteten Deponie bei Dransfeld dürfen auch eingeschlossene Asbestabfälle abgelagert werden. Der Plan für die gesetzlich vorgeschriebene Rekultivierung der Deponie wurde im Oktober 2010 vom Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig genehmigt. Neben der Deponie betreibt der Landkreis eine Kompostanlage und eine Recyclingannahmestation.