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Göttingen Bauarbeiten beginnen: So soll die Hannoversche Straße künftig aussehen
Die Region Göttingen Bauarbeiten beginnen: So soll die Hannoversche Straße künftig aussehen
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07:09 15.07.2019
Die beiden Bushaltestellen „Freibad Weende“ einwärts und auswärts werden behindertengerecht mit Sonderbord und Blindenleitplatten umgestaltet. Die Haltestelle auswärts wird nach Süden verlegt. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

Neuer Fußweg, Radweg auf der Fahrbahn, barrierefreie Haltestellen: Im Zuge von Bauarbeiten an der Hannoverschen Straße in Weende plant die Stadtverwaltung Neuerungen zwischen der Friedrich-Ebert-Straße und dem Otto-Wels-Weg. Für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger heißt das ab Montag: Beeinträchtigungen im Verkehr.

Ab Montag, 15. Juli, wird an der Hannoverschen Straße gebaut. Quelle: Christina Hinzmann

„Auslöser für die Bauarbeiten sind die dortigen Neubauten der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft“, sagt der Sprecher der Göttinger Stadtverwaltung Dominik Kimyon. 60 neue Wohnungen entstehen dort, nachdem vier Wohnhäuser abgerissen worden waren. „Außerdem ist die Fahrbahndecke in keinem guten Zustand.“

70 .000 Euro Investition

70. 000 Euro soll die Umgestaltung kosten. „Die Stadt ist aktuell in der glücklichen Lage, in ihre Infrastruktur zu investieren“, sagt Kimyon. „Das ist nicht immer selbstverständlich, wird derzeit aber im Stadtgebiet etwa durch verschiedene Baustellen deutlich.“

Von dem Geld soll neben der Sanierung der Asphaltdecke auch der Fußweg auf der westlichen Seite der Straße erneuert werden. Im Vergleich zum ehemaligen Gehweg soll er nun breiter ausgelegt werden, erläutert der Verwaltungssprecher. Auf dem Südast der Einmündung werde zudem eine mit Ampeln gesicherte Querung für Fußgänger über die Straße eingerichtet.

Schutzstreifen für Radfahrer

Auch für Radfahrer soll die Straße bald anders zu nutzen sein: Aus Richtung Süden kommend sollen sie in Zukunft im Bereich der Einmündung Am Weendespring auf einem sogenannten Schutzstreifen auf der Fahrbahn radeln. Gefahren könnten nicht entstehen, sagt Kimyon: „Schutzstreifen auf der Fahrbahn sind eine geeignete und anerkannte Möglichkeit, Radfahrer komfortabel und sicher zu führen.“ Für Radfahrer aus Richtung Norden werde zudem ein Linksabbiegerstreifen in die Straße Am Weendespring eingerichtet.

130 Straßenbauarbeiten geht die Stadt Göttingen in diesem Jahr an, hier zu sehen: Die Baustelle an der Jheringstraße. Quelle: Niklas Richter

„Die Bushaltestellen werden im Rahmen dieser Maßnahme gleich mit angefasst, um sie behindertengerecht zu gestalten“, erklärt Kimyon. Das erspare später eine erneute Baustelle. Betroffen sind die beiden Haltestellen Freibad Weende stadteinwärts und -auswärts. Für Sehbehinderte werden taktile Elemente verlegt. Außerdem wird ein Sonderbord verbaut. Dadurch soll der Ein- und Ausstieg in die Busse erleichtert werden.

130 Baustellen im Jahr 2019

Die Hannoversche Straße wird damit nach Angaben der stellvertretenden Verwaltungssprecherin Cordula Dankert eine von 130 Baustellen, die in Göttingen in diesem Jahr anstehen. Etwa 30 Millionen Euro investieren die Göttinger Entsorgungsbetriebe, die Stadt, die Stadtwerke, der Energieversorger Energienetz Mitte und das Land Niedersachsen zusammen in die Arbeiten. So werden unter anderem an der Weender Landstraße neue Fernwärmeleitungen verlegt und die Nikolaistraße in der südlichen Innenstadt umgestaltet.

Die EAM erneuert im Stadtgebiet Göttingen das Stromnetz, hier zu sehen: Die Baustelle an der Kasseler Landstraße. Quelle: Niklas Richter

Die vielen Baustellen im Stadtgebiet sorgen allerdings bei einigen Verkehrsteilnehmern für Überdruss. „Dass die eine oder andere Baustelle an den Nerven zerrt, dafür haben wir natürlich Verständnis“, sagt Kimyon. „Um besondere Härten beispielsweise im Berufsverkehr zu vermeiden, werden Baustellen möglichst so koordiniert, dass sie sich so gering wie möglich auf den Verkehr auswirken.“

Zwei Monate sollen die Bauarbeiten dauern. Eine Umleitung werde nicht eingerichtet, da die Straße weiterhin befahrbar bleibe. Aber: „Mit Einschränkungen und Behinderungen insbesondere bei einer zeitweisen Sperrung einzelner Fahrstreifen ist zu rechnen“, sagt Kimyon. Fußgänger müssten schon jetzt der Hochbaustelle ausweichen.

Baustellen in Göttingen

30 Millionen Euro für 130 Baustellen in Göttingen in diesem Jahr: Besonders während der Sommerferien können einige davon Einfluss auf die Einfallstraßen in der Stadt haben, sagt die stellvertretende Verwaltungssprecherin Cordula Dankert.

Die Weender Landstraße ist derzeit in beide Fahrtrichtungen verengt. Dort werden zwischen dem Fabrikweg und der Daimlerstraße Fernwärmeleitungen von den Stadtwerken neu verlegt. Bis zur Winterpause im Dezember soll gebaut werden, danach folgt im kommenden Jahr eine Fortsetzung über den Farbikweg bis zur GVZ-Straße.

Die Pfalz-Grona-Breite ist vollgesperrt. Dort wird der Straßenraum teilweise umgestaltet. Außerdem verlegen die Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB) einen Kanal zwischen Nelkenwinkel und Hagenweg neu. Die Baustelle soll bis Oktober dieses Jahres fertiggestellt sein.

Zur Sanierung der südlichen Innenstadt wird die Nikolaistraße momentan neu gestaltet. Dafür bleibt sie vollgesperrt. Im November sollen die Arbeiten beendet sein.

Die Sternstraße ist in Abschnitten vollgesperrt. Der Grund ist die Sanierung der Oberfläche. Außerdem wird der Einmündungsbereich zwischen Gaußstraße und Schillerstraße umgestaltet. Schon im Juli wird mit der Fertigstellung gerechnet.

Auf dem B 27- und A 7-Zubringer wird die Fahrbahndecke der Bundesstraße sowie der Anschlussstelle Holtensen und Lutteranger erneuert. Der Verkehr wird in beiden Richtungen einspurig geleitet. Zudem kann die Auf- und Abfahrt eingeschränkt sein. Ende Juli sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Auf der Kasseler Landstraße sind zur Zeit stadteinwärts die Fahrstreifen verengt. Der Energieversorger Energie Netz Mitte (ENM) verlegt eine 110-Kilovolt-Trasse neu. Ergänzend zur Baustelle, die bereits an der Jheringstraße läuft, werden einzelne Kopflöcher für das grabenlose Spülbohrverfahren angelegt. Eine Ende der Baustelle ist im Oktober in Sicht.

Die Jheringstraße ist derweil nur als Einbahnstraße in Richtung Groner-Landstraße befahrbar. Auch hier verlegt die ENM eine 110-Kilovolt-Trasse zwischen den Umspannwerken Salinenweg und Leinestraße. Die GEB beteiligen sich mit Kanalbauten zwischen Kommendebreite und Groner-Landstraße an der Baustelle, die Ende November fertiggestellt sein soll.

Auch die Robert-Koch-Straße ist im Moment eine Baustelle. In Richtung Süden ist sie nur als Einbahnstraße befahrbar. Der Grund ist eine Fahrbahnerneuerung zwischen Kreuzbergring und Christophorusweg. Zudem verlegen die GEB und die Universität Kanäle. Im Oktober sollen die Bauarbeiten beendet sein.

Um die Auswirkungen auf den Verkehr auf den Einfallstraßen zu verringern, hat die Stadtverwaltung einige geplante Bauarbeiten auf das kommende Jahr verschoben, berichtet Dankert. Dazu zählen unter anderem Sanierungen an den Kreuzungsbereichen der Kasseler- und der Groner-Landstraße, der Königsallee und der Hannoverschen Straße.

Die Arbeiten an der Hannoverschen Straße sollen an diesem Montag beginnen und im September fertiggestellt werden.

Von Norma Jean Levin

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