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Göttingen Klassische Pop-, Rock- und Soul-Songs
Die Region Göttingen Klassische Pop-, Rock- und Soul-Songs
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00:25 06.06.2018
Die „Original Beatniks“ – mit (v.l.) Martin Jakobi (Gitarre und Gesang), Wilfried Bode (Bass und Gesang), Tom Dyba (Schlagzeug und Gesang) und Klaus Faber (Keyboards und Gesang). Quelle: Peter Heller
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Göttingen

Die „Original Beatniks“ - das sind derzeit Martin Jakobi (Gitarre und Gesang), Wilfried Bode (Bass und Gesang), Tom Dyba (Schlagzeug und Gesang) und vor allem Keyboarder und Sänger Klaus Faber. Tatsächlich hieß Fabers Band in den 1960er Jahren Beatniks, die damals lokal eine ganz große Nummer waren.

Seit Jahren spielt die Bands mit Vorliebe die kleinen und großen Hits der 1960er und 1970er Jahre. Dass alle vier Musiker mindestens 25 Jahr Musik- und Bühnenerfahrung haben, war gleich zum Auftakt des Konzerts auf dem Hof des Städtischen Museums am Ritterplan zu hören. Ganz dicht zusammen schon in Wilson Picketts „In the Midnight Hour“, fegten die vier durch ein Programm aus Pop-, Rock- und Soul-Songs, die schon damals nicht mehr „Gassenhauer“ hießen, aber diesen Namen sehr wohl verdient hätten. Titel von den Doobie Brothers, Steppenwolf, Manfred Mann, Kinks, Beatles, Stones, Bee Gees, The Eagles, Moody Blues – gäbe es eine zusammengefasste Hitparade der 1960er und 1970er Jahre, hatten die „Beatniks“ wahrscheinlich die ersten 30 Positionen auf ihrer Playlist.

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Pop-klassisches Programm

Das Motto: Elektrisch statt elektronisch. Mit Gitarre, Bass, Keyboards (oder besser Tasteninstrumente) und Schlagzeug waren Faber & Co. Somit pop-klassisch unterwegs, und das mit einem Riesenhaufen Routine. Und nicht jede der ganz großen Gruppen hat damals vierstimmige Gesangspartien unfallfrei hinbekommen – die Beatniks schon.

Die derart gelungene Mischung kam bei den mehr als 200 Zuhörern gut an. Besonders bei den ganz großen Mitsing-Knallern wie beispielsweise „Sweet Caroline“ und ähnlichen Kalibern kam das Publikum gut in Stimmung. Und dies nicht nur auf die nostalgische Tour: Unter den Zuhörern waren nicht wenige, die erst 20, 30 Jahre nach Entstehung der meisten Songs das Licht der Welt erblickt hatten.

Meistens fetzig

Der Großteil der gespielten Stücke war somit noch deutlich älter als die Bühnenkarriere der meisten Musiker auf der kleinen Bühne am Museum. Meistens ging es fetzig zur Sache: „Born to be Wild“ von Steppenwolf, „Listen to the Music“ von den Doobie Brothers oder „Lady Madonna“ von den Beatles gaben den Rhythmus des Großteil des „Beatniks“-Auftritts vor.

Ohne Tempo-Wechsel wird es irgendwann langweilig, wissen nicht nur gestandene Musiker mit jahrzehntelanger Bühnenerfahrung: Auch die (wenigen) Balladen, beispielsweise He Ain’t Heavy, He’s My Brother von den Hollies brachten die vier Musiker gefühlvoll über die Rampe. Der trotz aller Oldie-Seligkeit spürbaren Vielfalt im Programm kam zudem zugute, dass Fabers „Tasteninstrument“, wenn nötig, auch mal einen kleinen Bläsersatz imitieren konnte.

Konzert-Fazit: keine musikalische Revolution, aber eine gelungene Erinnerung an eine solche. Sehr erfreulich.

Von Matthias Heinzel

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