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Göttingen Behörden prüfen andere Schritte gegen freigelassenen mutmaßlichen Gefährder
Die Region Göttingen Behörden prüfen andere Schritte gegen freigelassenen mutmaßlichen Gefährder
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12:05 26.06.2019
Die Behörden hatten den in Deutschland geborenen Türken abschieben wollen. Quelle: dpa
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Göttingen/Hannover

Nach der gerichtlich angeordneten Freilassung eines mutmaßlichen Göttinger Gefährders aus der Abschiebehaft prüfen die Sicherheitsbehörden andere Maßnahmen gegen den 29-Jährigen. Denkbar sei, dass sich aufgrund der laufenden Ermittlungen gegen den radikalisierten Islamisten andere Haftgründe ergeben, teilte das Innenministerium in Hannover am Mittwoch gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit.

Die Behörden hatten den in Deutschland geborenen Türken wegen des aus ihrer Sicht begründeten Verdachts abschieben wollen, dass von ihm eine terroristische Gefahr ausgeht. Dagegen hatte der Mann erfolgreich Rechtsmittel eingelegt.

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Mutmaßlicher Gefährder darf Göttingen nicht verlassen

Im Eilverfahren stoppte das Bundesverwaltungsgericht die Abschiebung in die Türkei am Dienstag vorläufig. Der Mann wurde noch am Abend freigelassen, darf aber die Stadt Göttingen nicht verlassen. Für das Verfahren in der Hauptsache tragen die Behörden nun weitere belastende Informationen über den jungen Mann zusammen. Er war Ende März in Nordhessen festgenommen worden.

Worin die angenommene terroristische Gefahr durch den Mann besteht, wollte das Ministerium unter Hinweis auf das noch laufende Verfahren nicht sagen. Nach einem „Bild“-Bericht hatte der zuvor in Kassel lebende Türke mit Gewalt gegen Polizisten gedroht und in einem abgehörten Gespräch angekündigt, sich eine Waffe zu beschaffen.

Von dpa/lel