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Göttingen Beim Stadtjugendring Göttingen dürfen auch Kinder und Jugendliche wählen
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05:00 15.05.2019
Europawahl 2019: Beim Stadtjugendring Göttingen dürfen auch Kinder und Jugendliche wählen. Quelle: dpa
Göttingen

Zur Europawahl organisiert der Stadtjugendring Göttingen (SJR) ein „U18-Wahllokal“. Es richtet sich an alle, die noch unter 18 Jahre alt sind und zur Europawahl am 26. Mai noch nicht wählen dürfen.

„Es ist uns sehr wichtig, dass die Stimme von jungen Menschen in der Politik gehört wird. Das U18-Wahllokal ist nur eine von vielen Methoden, mit der wir versuchen, die Wünsche und Interessen von Kindern und Jugendlichen besser sichtbar zu machen“, sagt Lorenz Sieben aus dem Vorstand des Stadtjugendrings.

Von 13 bis 17 Uhr

Das U18-Wahllokal öffnet am Freitag, 17. Mai, um 13 Uhr. Es befindet sich im Gruppenraum des Stadtjugendrings in der Düsteren Straße 20a. Hier haben dann Kinder und Jugendliche bis 18 Uhr die Gelegenheit, einen Stimmzettel auszufüllen und abzugeben. Danach würden die Stimmen ausgezählt und die Ergebnisse weitergeleitet. „Wir übertragen auf der Leinwand live die Jugendwahlsendung zu der U18-Wahl“, heißt es auf der Internetseite des SJR.

„Wir plädieren außerdem dafür, das Wahlalter grundsätzlich auf 16 Jahre zu senken. Erfahrungen aus den U18-Wahlen der letzten Jahre zeigen, dass junge Menschen die Wahlen durchweg sehr ernst nehmen“, erklärte Sieben weiter.

Schon mehr als 1000 Wahllokale

Das Veranstaltungsformat U18-Wahl wird von Deutschen Bundesjugendring koordiniert. Bei der Bundestagswahl 2017 gingen nach Auskunft des SJR knapp 220.000 Kinder und Jugendliche in mehr als 1.500 Wahllokalen im ganzen Bundesgebiet wählen. Nach Angaben vom Netzwerk U18 wurden dieses Jahr bis Anfang Mai schon mehr 1.000 Wahllokale für die Europawahl angemeldet. Erfahrungsgemäß steige die Zahl kurz vor den Wahlen noch einmal kräftig an, heißt es in einer SJR-Mitteilung.

Wahlergebnisse für Göttingen

Auch zur Europawahl vor fünf Jahren gab es in Göttingen bereits ein U18-Wahllokal. Als stärkste Partei gingen damals die Grünen aus der Wahl hervor. 28,57 Prozent erreichten sie. Für die SPD gaben 21,43 Prozent der Jugendlichen ihre Stimme ab. CDU, Die Partei und Tierschutzpartei lagen mit 14,29 Prozent gleichauf. Die Partei für Arbeit, Umwelt und Familie, Christen für Deutschland bekam 7,14 Prozent der Stimmen. Linke aber auch die extreme Rechte mit NPD und Republikaner spielten bei den Jugendlichen, die in Göttingen ihre Stimme abgegeben hatten, keine Rolle.

Wahlergebnisse bundesweit

Bundesweit machte die CDU/CSU mit 24,31 Prozent das Rennen bei den teilnehmenden Jugendlichen. SPD (18,89 Prozent) und Grüne (18,77 Prozent) lagen fast gleich auf. Die Linke kam auf 7,79, die Piraten auf 7,19 und die Tierschutzpartei 6,1 Prozent. Als stärkste rechtsextreme Partei bekam die NPD 3,08 Prozent. Die AfD erreichte 2,6 Prozent.

Stadtjugendring auf Schultour

„Um jungen Menschen das Thema Europawahl näher zu bringen, organisieren wir dieses Jahr auch wieder eine Schultour. Dieses Jahr kooperieren wir dabei mit den Jungen Europäischen Föderalist*innen und haben Podiumsgäste aus den Jugendorganisationen der verschiedenen Parteien eingeladen“, ergänzt Paul Würzberg vom SJR-Vorstand. Die Tour soll am Donnerstag, 16. Mai, starten und an vier Schulen halt machen. Die Veranstaltungen sind schulöffentlich. Vertreter von fünf Jugendorganisationen der Parteien hätten ihre Teilnahme zugesagt, sagt SJR-Referentin Wiebke Fischer.

Wahl-O-Mat

Unabhängig vom Alter gibt der Wahl-O-Mat von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) eine Entscheidungshilfe. Als Frage-Antwort-Tool hilft der Wahl-O-Mat dabei, zu ermitteln, welche Parteien am ehesten die eigene politische Position vertreten.

Vom 23. bis zum 26. Mai sind EU-Bürger aufgerufen, das Europäische Parlament zu wählen. Allein in Deutschland sind knapp 65 Millionen Menschen wahlberechtigt, 13 Parteien sind hier für die Wahl zugelassen. Spitzenkandidaten gibt es sowohl auf nationaler, als auch europäischer Ebene.

Von Michael Brakemeier

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