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Göttingen Bekannte Kicker gegen Alpenmax-Freunde
Die Region Göttingen Bekannte Kicker gegen Alpenmax-Freunde
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11:00 13.07.2019
Der Schauspieler Prashant Jaiswal will Autogramme geben und Spenden sammeln. Quelle: R
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Göttingen

Dennis Hübner hat viele Jahre in der Region Fußball gespielt. Mit einem Benefiz-Spiel will er sich zu den Alten Herren verabschieden. Der Erlös geht an Kimbu und das Elternhaus für das krebskranke Kind.

30 Jahre lang war Hübner aktiv am Ball. Zum Ende seiner Laufbahn, die ihn zu zahlreichen vereinen in der Region geführt hat, organisiert er sein eigenes Abschiedsspiel. Am Freitag, 2. August, tritt eine Mannschaft, die sich aus seinen Freunden zusammensetzt, gegen ein Team mit überwiegend bekannten Namen aus der Kickerszene an, eine Auswahl derer, „die mit mir oder gegen mich gespielt haben“, sagt Hübner.

Eintritt frei

Das Benefizspiel zugunsten des Kinderpflegedienstes Kimbu und des Elternhauses für das krebskranke Kind startet am Freitag, 2. August. Der Anstoß ist für 19 Uhr im Stadion am Sandweg, der Heimstätte der SVG Göttingen. Der Eintritt ist frei, sagt Dennis Hübner, Organisator des Benefiz-Spiels. Allerdings sollen am Eingang Lose für eine Tombola verkauft werden – „total freiwillig“, sagt Hübner. Über viele Loskäufe würde er sich dennoch freuen. Zu gewinnen gibt es zahlreiche Gutscheine diverser gastronomischer Betriebe aus Göttingen wie das Hotel Freizeit In, Curry 37, Sausalitos und die Diskothek Alpenmax. Nach der hat Hübner auch sein Freundes-Team benannt. Stammgast sei er dort, sagt der Fußballer, der bald zu den Alten Herren wechseln will. Den Verkauf der Tombola-Lose soll der Schauspieler Prashant Jaiswal ankurbeln. Der Göttinger soll auf der Tribüne für Stimmung sorgen und ist nach eigener Aussage auch immer für ein Foto zu haben. pek

Özkan Beyazit hat seine Mitwirkung zugesagt. Jan Steiger, Juniorentrainer beim I. SC Göttingen 05, Jelle Brinkwerth, Co-Trainer beim FC Grone, Ali Karakaya, früher unter anderem beim 1. SC Göttingen 05, Dennis Erkner, Trainer der SVG Göttingen, Marko Putaro und Daniel Vollbrecht, Fußball-Abteilungsleiter des Bovender SV sind auch dabei. Hinter zwei oder drei anderen Namen stehe noch ein Fragezeichen, sagt Hübner.

Alpenmax heißt das Team der Hübner Freunde, die Diskothek sponsert das Benefizspiel. Die zweite Hälfte will er mit dieser Truppe auflaufen. Die erste Halbzeit will er mit der Promi-Mannschaft bestreiten.

Sponsoren aus der regionalen Gastronomie

Eine ganze Reihe von Sponsoren vor allem aus der regionalen Gastronomie hat Hübner für seine Idee begeistern können. Bei einer Tombola gibt es viele Gutscheine zu gewinnen, verspricht Hübner. Ein Fußball mit allen Unterschriften der teilnehmenden Fußballer soll versteigert werden und Geld in die Benefizkasse spülen.

Als bekanntes Gesicht konnte Hübner der Inder Prashant Jaiswal mit Wohnsitz in Göttingen gewonnen. Der soll Spaß machen und die Leute zum Spenden animieren, hofft Hübner. „Ich bin sehr leicht für gute Sachen zu gewinnen“, sagt der Schauspieler, der bekannt geworden ist durch seine Auftritte in der TV-Serie „Stromberg“ und Auftritte in Serien wie „Alarm für Cobra 11“. Ein Kollege habe ihn über WhatsApp gefragt, ob er die Aktion unterstützen würde.

Vater einer zehnjährigen Tochter

Er selbst will nicht mitkicken. „Ich gucke gerne Fußball“, sagt er mit seinem unverkennbaren indischen Akzent, „aber ich kann nicht Fußballspielen – vielleicht würde ich für einen guten Zweck spielen“. „Kinder sind unsere Zukunft“, sagt Jaiswal, der Vater einer zehnjährigen Tochter ist.

Durch seine beiden Töchter ist auch Hübner, als Industriemechaniker Schichtleiter in der Reinraum-Konfektion bei dem Göttinger Betrieb Al-Pro Gerd Böhm GmbH, auf die Idee mit dem Benefizspiel gekommen. Beide leiden an Diabetes, die eine ist neun Jahre alt, die andere 14. Beide seien bislang sehr gut durch den Kinderpflegedienst Kimbu betreut worden. Doch demnächst soll auch die kleinere der Töchter das selbst übernehmen.

Rückblick mit Wehmut

Das Spiel wird dann im Stadion des Landesligisten SVG Göttingen stattfinden. Er habe diese Möglichkeit von Thorsten Tunkel eröffnet bekommen. Mit dem Abteilungsleiter Herrenfußball der SVG habe er „ein sehr nettes Gespräch geführt“, sagt Hübner. „Er war sofort dabei.“

Mit ein bisschen Wehmut blickt Hübner schon jetzt zurück. „Ich glaube, ich werde es vermissen“, sagt er über seinen Fußball. Und: „Mir graut schon jetzt vor der 89. Minute.“ Dann nämlich will er sich auswechseln. Wie viele Zuschauer letztlich kommen werden, wagt Hübner nicht zu schätzen. „Es können 50 sein oder 500.“ Allerdings freue er sich auf hoffentlich viele spendenfreudige Besucher seines Abschiedsspiels.

Von Peter Krüger-Lenz

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