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Göttingen Aus Kirche wird Kino: Bergfest beim Umbau der ehemaligen Baptistenkirche in Göttingen
Die Region Göttingen Aus Kirche wird Kino: Bergfest beim Umbau der ehemaligen Baptistenkirche in Göttingen
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00:18 07.05.2019
In der ehemaligen Baptistenkirche entsteht ein Kino: Erste Eindrücke konnten die Besucher beim Bergfest gewinnen. Quelle: Niklas Richter
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Göttingen

Zum ersten Mal seit dem Beginn der Bauarbeiten hat die ehemalige Baptistenkirche in der Bürgerstraße 13 die Türen für Interessierte geöffnet. Der Rohbau des Gebäudes steht und die Neugierde treibt mehr als 1000 Menschen zum Bergfest des Kirchenumbaus.

„Jahrelang guckt man das verschlossene Haus an und endlich kann man es sich auch mal von innen ansehen“, sagt Gundel Kreusch, die beeindruckt ist, wie das Potenzial der alten Kirche genutzt wird. Zahlreiche Raumpläne hängen an den Baugerüsten. „Bis zum Februar sollen die Arbeiten an der Baptistenkirche beendet werden“, erklärt Matthias Sonnenburg vom Verein Filmkunstfreunde Göttingen.

Erste Eindrücke vom Umbau der ehemaligen Baptistenkirche haben sich mehr als 1000 Besucher am Sonnabend auf dem Bergfest des Kinos gemacht. Im Februar sollen alle Bauarbeiten vollendet sein.

Sind die Bauarbeiten erst mal beendet, übernimmt das Programmkino Lumière alle weiteren organisatorischen Aufgaben. „Für uns bedeutet das eine enorme Entlastung, da nun Filme auch für einen längeren Zeitraum gezeigt werden können“, beschreibt der ehemalige Geschäftsführer des Lumières, Willi Arnold, die Situation. Oft habe das Team Filme gar nicht zeigen können, weil die Kapazität fehlte. „Das Kino in der Baptistenkirche füllt eine Nische zwischen Lumière und Cinemaxx“, sagt Sonnenburg. Gezeigt werden sollen unter anderem Arthouse-Produktionen.

Wohnungen über dem Kino

Bereits 1985 hatten die Betreiber des Lumières die ehemalige Baptistenkirche als Standort im Blick. Die Stadt unterließ Arnold zufolge allerdings die Genehmigung. „Zu teuer.“

Außenansicht der ehemaligen Baptistenkirche. Quelle: Niklas Richter

Aber was hat sich heute geändert? Durch den Bauunternehmer Gerhard Rocznik gibt es nun professionelle Unterstützung. Rocznik plant außerdem Kino den Bau von fünf Wohnungen in den oberen Etagen der ehemaligen Kirche. „In die Wohnungen sollen vornehmlich Studenten ziehen“, sagt Arnold.

„Alles, was aus Holz ist, bleibt stehen.“

Bis zur Fertigstellung des Kinosaals und des angeschlossenen Bistros ist noch viel zu tun. „Der nächste Schritt ist die Verlegung der Elektrik“, erklärt Arnold. Wenn im Anschluss die Wände verputzt und gestrichen seien, werde die Leinwand und Fußbodenheizung installiert. „Alles, was aus Holz ist, bleibt stehen.“

Im künftigen Kinosaal. Quelle: Niklas Richter

Im Kinosaal werden sechs Sitzreihen erbaut, in denen 73 Personen Platz finden, auf dem Balkon im oberen Stockwerk werden 37 Personen in drei Sitzreihen sitzen können. Sonnenburg hofft auf den Kinobesuch als Gemeinschaftserlebnis. „Netflix ist eine tolle Sache, aber das Gefühl ist ein ganz anderes, wenn man sich einen Film mit 100 Menschen ansieht und diesen gemeinsam erlebt.“

Spenden für die Kinotechnik

Zusätzlich zum Bistro im Innenraum ist eine Außenterrasse geplant, zu der vonseiten der Stadt Göttingen bislang keine Genehmigung erfolgte, weil umliegende Häuser den Platz für Parkplätze benötigten. Sonnenburg und Arnold sind jedoch zuversichtlich, dass dieses Problem in nächster Zukunft gelöst wird.

Eine letzte Hürde bedeuten die Kosten für die technische Ausstattung des Kinos, die sich auf 200.000 Euro belaufen. 100.000 Euro sind Arnold zufolge durch öffentliche Fördergelder übernommen worden, die andere Hälfte sollen durch Spenden erfolgen. 165 Spenden in Höhe von 20 bis 1000 Euro seien bislang eingegangen – 20 000 Euro insgesamt.

Von Lisa Hausmann

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