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Göttingen Gesprühte Werbung auf der Straße: Stadt Göttingen gibt keine Genehmigung
Die Region Göttingen Gesprühte Werbung auf der Straße: Stadt Göttingen gibt keine Genehmigung
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20:39 27.08.2013
Von Michael Brakemeier
Werbung am Kornmarkt für Radiosender: Soll durch Regen „zeitnah neutralisiert“ werden. Quelle: Theodoro da Silva
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Göttingen

In Einzelfällen könne eine „sonstige Sondernutzung“ genehmigt werden, wenn die aufgebrachten Markierungen zur Verkehrslenkung bei Großveranstaltungen dienen und sie unmittelbar nach der Veranstaltung durch den Veranstalter wieder entfernt würden.

Als Beispiele nennt er etwa Aufkleber zu den Veranstaltungsorten beim NDR2-Festival oder den Weltkindertag auf dem Marktplatz 2012, bei dem die Kinder den Platz mit Kreide bemalen konnten. Für diese „sonstige Sondernutzung“, unter die solche Aktionen in Ausnahmefällen gehören könnten, betragen die Gebühren zwischen zwei und sechs Euro pro Quadratmeter und Tag.

Im aktuellen Fall der großflächig aufgetragenen Werbung für den Radiosender Antenne, bei dem wasserlösliche Sprühkreide verwendet worden war, habe die Stadt Göttingen nicht angeordnet, die Werbung zu entfernen. „Der Verursacher wurde jedoch deutlich auf die Unzulässigkeit und künftige Ahndungsmöglichkeiten wie etwa Bußgelder oder Zwangsgelder hingewiesen.

Deren Höhe richtet sich dann nach der Größe des Verstoßes“, sagt Bourry. Nach Schätzung der Verwaltung kommt es pro Jahr etwa fünfmal vor, dass die Stadt gegen diese Form der Werbung vorgehen muss.