Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Beste Stimmung bei Miniatur-Woodstock in Herberhausen
Die Region Göttingen Beste Stimmung bei Miniatur-Woodstock in Herberhausen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:08 08.07.2019
Janina heizte dem Publikum beim Open-Air-Festival in Herberhausen ordentlich ein. Quelle: lin
Anzeige
Herberhausen

Es ist das vielleicht kleinste Festival Südniedersachsens: das Open-Air-Konzert in Herberhausen im idyllischen Garten der Dorfschänke. Mit der Hamburger Soulröhre Janina, der Marian Meyer Band aus Braunschweig, The Songliner aus Hannover, dem lokalen Duo Malesh sowie den Göttinger Formationen Two Of Us und Axel Mehner & Klaus Wißmann standen gleich sechs Acts auf der Bühne.

Organisiert wurde das Festival von Kreuzberg on KulTour in Kooperation mit der Dorfschänke Herberhausen, die seit mehr als sieben Jahren von Karin Peinemann und Vera Rohrdantz geführt wird. Bei angenehmem Wetter kamen erneut gut 300 Besucher in den wie ein Amphitheater angelegten Garten. Die Gäste schätzen die familiäre Atmosphäre und die Nähe zu den Künstlern. So hat sich das Festival zu einer Art Miniatur-Woodstock für Jung und Alt entwickelt.

Sechs Acts auf der idyllisch angelegten Bühne

Auf das Wesentliche reduziert

Als Duo aus Hannover angereist waren „The Songliner“ in Person von Christine und Wolfgang Eppinger. Sie haben sich auf „Kultsongs – und solche, die es werden sollten’’ spezialisiert. Sie trugen Lieder wie den „Englishman in New York“ oder Totos „Hold The Line“ auf das Wesentliche reduziert mit wohl harmonierenden Stimmen nur zur akustischen Gitarre und Bodhrán vor. In den Umbaupausen unterhielten Malesh die Besucher unplugged mit Blues zur Gitarre und Harmonika, was leider akustisch nicht überall ankam.

Danach ging es mit zwei Göttinger Formationen weiter. „Two Of Us“ schmeichelten sich mit zweistimmigem Gesang und feinem Gitarrenspiel durch die 60er-Jahre. Stefan Könsgen und Norbert Remmert legten Bands wie CCR, die Beatles, Stones oder Kinks neu auf. Schon traditionell auf dem Festival dabei, brachten im Anschluss die beiden Gitarristen und Göttinger Urgesteine Axel Mehner und Klaus Wißmann ihre eigenen Songs in deutscher Sprache auf die Bühne. Zwischendurch wies Rohrdantz im „Werbeblock“ auf frisch gegrillte Bratwürste hin.

Ordentlich rockig

„Rauschen ungemein“ heißt das Programm des Braunschweiger Songwriters Marian Meyer. Gemeinsam mit einem Teil seiner Band, bestehend aus Manuel Jürgens, Gitarren, Gesang und René Rothmann, Bass, sang Meyer mit wohlklingender Stimme und teils ordentlich rockend über „Schiffe ferner Häfen“ oder fand sich „Am Ende der Welt“. Jürgens entpuppte sich dabei als exzellenter Gitarrist und Meyer als wortgewandter Moderator, der die Stärken des Publikums eindeutig beim Mitsingen sieht.

Zum krönenden Abschluss des Festivals kamen mit der Hamburgerin Janina eine beachtenswerte Soulstimme und Power pur auf die Bühne. Janina brach das von eher traditionell akustischer Musik dominierte Programm auf angenehme Weise auf. Keine Geringere als die deutsche Rocklegende Inga Rumpf kürte Janina vor geraumer Zeit beim Hamburger Musikwettbewerb Krach & Getöse zur „besten Liedermacherin Hamburgs“.

Großartige Stimme

Janina ist ohne Zweifel, wie der Titel ihres aktuellen Albums, ,,Auf dem Sprung‘‘ zu höheren Weihen. Vorwiegend rappte sie sich durch ihre meist deutschsprachigen Lieder wie „Fräulein Einsamkeit“, fühlte sich als Hamburgerin „Im Regen geboren“ oder versuchte das „Nein sagen“ zu lernen. Beim Versuch, „Positiv“ zu denken, stimmte zu ihrem einleitenden Pfeifen zur Belustigung aller immer wieder ein kleiner Hund mit ein. Welch großartige Stimme ihr gegeben ist, kam im letzten und einzigen englischsprachigen Song „I got what I do feel“ noch mal so richtig zum Tragen.

Der Applaus der verbliebenen Besucher war entsprechend und gab dem sympathischen Festival bei aufkommendem Regen den würdigen Abschluss.

Von Jörg Linnhoff

Mit einem Festakt hat die Arbeiterwohlfahrt in Göttingen 100 Jahre AWO und 40 Jahre AWO-Kreisverband Göttingen gefeiert. Im Mittelpunkt standen dabei Frauen.

08.07.2019

Wenn es kalt ist und regnet, können sich Trauernde bei einer Beerdigung in Geismar künftig auch im Nebenraum der Friedhofskapelle unterstellen. Außerdem stellt die Stadt Göttingen einen Heizlüfter zur Verfügung.

06.07.2019

Der Spielekritiker Wieland Herold ist mit der Auszeichnung „Göttinger Spatz“geehrt worden. Damit werden seine Verdienste um das Kulturgut Spiel gewürdigt. Die Auszeichnung erfolgte während des Spieleautorentreffens in Göttingen.

06.07.2019