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Göttingen Betonwand soll Raser bremsen
Die Region Göttingen Betonwand soll Raser bremsen
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18:31 08.07.2009
Dreieck Drammetal: Michael Baumbach von der Autobahnmeisterei bereitet die Umleitungsschilder für die heutige Sperrung vor.
Dreieck Drammetal: Michael Baumbach von der Autobahnmeisterei bereitet die Umleitungsschilder für die heutige Sperrung vor. Quelle: Pförtner
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Ein 64 Jahre alter Lkw-Fahrer war auf regennasser Straße ins Schleudern geraten. Sein Fahrzeug rasierte auf einer Länge von 64 Metern die Schutzplanken ab, anschließend kippte der Lkw auf die Straße und blockierte diese. Der Fahrer aus Sachsen-Anhalt blieb unverletzt, am Unfallwagen entstand ein Schaden in Höhe von rund 18000 Euro.

Die Fahrspur von der A 38 zur A7 in Richtung Kassel hat es in sich und macht das Dreieck Drammetal zum Unfallschwerpunkt. 2007 zählte die Autobahnpolizei 32 Unfälle, voriges Jahr krachte es 36-mal, und auch im ersten Halbjahr 2009 wurden bereits 21 Unfälle registriert. Ursache ist zumeist nicht angepasste Geschwindigkeit. Es gilt Tempo 60. Sei die Fahrbahn noch dazu nass, erläutert Heinz Kornrumpf, Chef der Göttinger Autobahnpolizei, kämen die Fahrer ins Rutschen. Ob Kornrumpf mit dieser Analyse richtig liegt, sollen die Ergebnisse einer jüngst erfolgten Griffigkeitsmessung des Straßenbelags zeigen.

Schon 2008 hatte die Unfallkommission über die Situation beraten. Eine vorgezogene Fahrbahnverengung, Schraffierungen auf der Straße und rote Warnpfeile, aufmontiert auf den Schutzplanken, sollten Abhilfe schaffen (Tageblatt berichtete). Offensichtlich hatten aber die bisherigen Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg. Jetzt hat die Unfallkommission beschlossen, Betonwände aufzustellen, die die Raser ausbremsen sollen. Das habe sich im Bereich Kassel bewährt, sagt Kornrumpf. „Dort gab es einen drastischen Rückgang der Unfallzahlen.“ Deshalb sollen auch am Dreieck Drammetal Betonwände installiert werden – noch in diesem Jahr. „Jeder, der Angst um sein Auto hat, wird bei einer Betonwand langsamer fahren“, ist der Autobahnpolizist überzeugt. Unabhängig davon sollen auch weiterhin regelmäßige Tempokontrollen erfolgen.

Für die Instandsetzungsarbeiten am Donnerstag ist die Überleitung von der A38 zur A7 nach Kassel von 9 bis etwa 13 Uhr voll gesperrt.

Von Britta Eichner-Ramm

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