Betreuungsangebot in Sommerferien soll Corona-Folgen abfedern
Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Sommerschule soll Corona-Krise abfedern
Die Region Göttingen

Betreuungsangebot in Sommerferien soll Corona-Folgen abfedern

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:31 19.06.2020
Eine „Sommerschule“ soll dazu beitragen, Grundschüler von der schweren Last zu befreien, die sie wegen der Corona-Pandemie zu tragen haben.
Eine „Sommerschule“ soll dazu beitragen, Grundschüler von der schweren Last zu befreien, die sie wegen der Corona-Pandemie zu tragen haben. Quelle: r
Anzeige
Göttingen

Klingt ein wenig nach Sonntagsschule, hat damit aber nichts zu tun: Mit heißer Nadel strickt die Kreisverwaltung an einem Konzept für eine „Sommerschule“, die über die üblichen Betreuungsangebote in den Ferien hinausgeht. Das hat die Kreistag-Mehrheitsgruppe SPD/Grüne/Freie Wähler Anfang Juni vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie angeregt. Die Zeit eilt, die Sommerferien rücken näher. Verwaltungssprecher Ulli Lottmann teilt lediglich mit, dass der Landkreis am Thema arbeitet, das am Dienstag, 23. Juni, im Jugendhilfeausschuss und Anfang Juli im Kreistag auf den Tisch kommen soll. Der Fachausschuss tagt ab 16 Uhr in der Carl-Friedrich-Gauß-Schule in Groß Schneen.

Lehrer sind nicht involviert

Vom Wörtchen „Schule“ sollten sich die Grundschüler, die Zielgruppe der Sommerschule sind, nicht abschrecken lassen. „Der Landkreis ist nicht für die Grundschulen zuständig, Lehrer sind nicht involviert, und es geht nicht primär darum, Schulstoff nachzuholen“, sagt Maria Gerl-Plein (Grüne). Im Vordergrund solle der psychosoziale Aspekt stehen, die Entlastung berufstätiger Eltern, das Aufarbeiten der Isolation und der Folgen der Corona-Krise: „Wir wollen die Kinder auffangen und ihnen pädagogische Freizeitmöglichkeiten bieten.“ Die Teilnehmerzahl werde sicher wie auch bei anderen Ferienaktivitäten begrenzt sein. Zur Umsetzung des Projektes haben die Antragsteller angedacht, zum Beispiel die kreiseigene Gesellschaft für Arbeit- und Berufsförderung (GAB) oder die Volkshochschule an Bord zu holen.

Von Kuno Mahnkopf