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Göttingen Betrügerischer Autohändler aus Adelebsen erneut vor Gericht
Die Region Göttingen Betrügerischer Autohändler aus Adelebsen erneut vor Gericht
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08:10 15.03.2019
Quelle: dpa
Adelebsen/Göttingen

Der Bundesgerichtshof sah es als erwiesen an, dass die Autohändler ihre Kunden um etwa 2,5 Millionen Euro geschädigt hatten. Dabei hatte ein 41-Jähriger Mann aus Adelebsen in den Jahren 2012 und 2013 in insgesamt 85 Fällen mit den Kunden vermeintlich attraktive Kaufverträge über die Beschaffung von Neufahrzeugen abgeschlossen. 23 Vertragsabschlüsse hatte der jetzt wieder vor Gericht stehende 57-jährige Mitangeklagte vermittelt.

Das Geschäftsmodell des Trios sah vor, potenziellen Autokäufern Rabatte von bis zu 30 Prozent auf den Kauf von Neuwagen anzubieten. Bedingung war, dass diese mit dem vollen Kaufpreis oder zumindest mit einer erheblichen Anzahlung in Vorleistung traten. Tatsächlich wurde aber nur in einem Teil der Fälle überhaupt ein Fahrzeug für die Kunden bestellt. Das Geld floss auch nicht an die Autohäuser, sondern zum Großteil in hochriskante ausländische Geldanlagen. Statt der erhofften Gewinne stand am Ende der Totalverlust.

Revision vor dem Bundesgerichtshof

Im Dezember 2017 verurteilte das Göttinger Landgericht einen 58-jährigen Steuerberater aus Thüringen, auf dessen Konten das Geld eingezahlt wurde, zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Einen Monat später schickte das Landgericht den 41-jährigen Hauptangeklagten für viereinhalb Jahre ins Gefängnis, sein 57 Jahre alter Mittäter bekam drei Jahre und zwei Monate. Beide gingen trotz einer Absprache der Verfahrensbeteiligten zu Beginn des Prozesses in Revision.

Der Bundesgerichtshof hob mit Beschluss vom August 2018 das Urteil gegen den 57-Jährigen auf, da bei der Bemessung der Gesamtstrafe eine Geldstrafe aus einem früheren Urteil nicht entsprechend gewürdigt worden sein soll. Ansonsten wurden die Revisionen verworfen. Der neuerliche Prozess vor der Strafkammer des Göttinger Landgericht beginnt am Freitag, 15. März, um 9 Uhr.

Von Markus Scharf

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