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Göttingen Bezirkswettkampf mit Technikaufgaben und Staffellauf in Göttingen
Die Region Göttingen Bezirkswettkampf mit Technikaufgaben und Staffellauf in Göttingen
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20:18 28.07.2014
Von Ulrich Schubert
Lauf in voller Montur: Beienröder Feuerwehrnachwuchs kämpft am Sonntag bei Temperaturen um 30 Grad Celsius. Quelle: Heller
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Weende

Die zehn Mädchen und Jungen zwischen sechs und 17 Jahren mussten sich gegen 48 Konkurrenzgruppen behaupten – darunter zwölf aus dem Kreis Göttingen einschließlich Stadt. Sie alle hatten sich zuvor bei Kreismeisterschaften qualifiziert. Im Bezirk gibt es 487 Jugendfeuerwehren.

Miriam Hartmann muss erst einmal verschnaufen: Bei fast 30 Grad Lufttemperatur und gnadenloser Sonne geht der Staffellauf in voller Montur an die Substanz. „Aber die Zeit war gut“, freut sich die 18-Jährige aus Esebeck.

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Ihre 17-jährige Freundin Alina Lipski schimpft zwar noch ein bisschen, weil nicht klar ist, ob ihr Tritt gegen den Leinenbeutel an der Staffelübergabe mit C-Rohr als Fehler gewertet wird, sie ist aber doch „sehr zufrieden“. Bis auf kleine Patzer lief es für die Göttinger Stadtgruppe Esebeck/Knutbühren „richtig gut“.

Genauigkeit geht vor Tempo

Richtig gut ist ein Team, das bei den Wettkampfübungen wenig Punktabzüge erhält – zum Beispiel für falsch gebundene Feuerwehrknoten, fehlerhafte Kommandos und Pannen beim Ankuppeln der Schläuche. Genauigkeit geht bei den meisten Aufgaben vor Tempo. Auch der Gesamteindruck spiele eine Rolle, erklärt Bezirks-Jugendfeuerwehrwart André Lang. „Fluchen während der Übung kommt nicht gut“, fügt er an, „da sind die Wertungsrichter genau“.

Auch deshalb bewältigen die jungen Mannschaften die Übungen auffällig konzentriert – kein Vergleich zu manchen hektisch wirkenden Wettkämpfen auf Gemeindeebene. „Eigentlich sind alle 48 qualifizierten Gruppen irgendwie schon Sieger“, sagt Lang.

Um auf Bezirksebene ganz oben zu stehen, müssen sie beim Wettbewerb einen feuerwehrtechnischen A-Teil meistern: ein Löschangriff mit Wasserentnahme, Hindernisse wie einen Tunnel bewältigen, Schlauchleitungen legen und Knoten binden. Der B-Teil ist sportlicher angelegt: eine Staffel, bei der die Jungen und Mädchen unter anderem eilig einen Schlauch aufrollen, Leinenbeutel in ein Ziel werfen und sich die Standardausrüstung anziehen müssen.

Logistische Herausforderung

Bei 48 Mannschaften sei das auch eine logistische Herausforderung, sagt Göttingens Stadtjugendfeuerwehrwart Andreas Seebode. 480 Wettkampfteilnehmer, Betreuer und mitgereiste Fans müssten versorgt werden. „Ohne die Helfer der Aktiven in den Freiwilligen Feuerwehren und der Göttinger Berufsfeuerwehr wäre das nicht möglich.

Dabei ist der jetzige Bezirkswettkampf auch eine Generalprobe: für den noch größeren niedersächsischen Landeswettbewerb, der im nächsten Jahr in Göttingen ausgetragen wird. Wie weit Göttinger Teams dann kommen, wird sich zeigen.

Bei diesem Bezirkswettkampf belegt Beienrode 2 den dritten Platz, Rosdorf 2 den siebten und Esebeck/Knutbühren Rang 37 – vor Diemarden, Lenglern/Emmenhausen, Groß Lengden/Reinhausen und Sattenhausen, aber hinter Niedernjesa, Seulingen, Beienrode I, Bühren und Bilshausen.