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Göttingen Bibi & Tina in fast ausverkaufter Göttinger Lokhalle
Die Region Göttingen Bibi & Tina in fast ausverkaufter Göttinger Lokhalle
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07:50 30.12.2018
„Bibi & Tina“ – das neue Musical-Abenteuer in der Lokhalle.
„Bibi & Tina“ – das neue Musical-Abenteuer in der Lokhalle. Quelle: Niklas Richter
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Göttingen

Sie sind die Helden der Mädchen und ihre Songs sind Kult: Am Wochenende haben „Bibi & Tina“ in Göttingen Halt gemacht und das Publikum in der fast ausverkauften Lokhalle singend und tanzend mit in ihr neues Abenteuer genommen.

Die Augen glänzen, die Hände klatschen im Takt – und immer wieder tanzen kleine und größere Kinder auf ihrem Platz einfach mit. Es sind fast ausschließlich Mädchen, auch wenn einige Väter die Quote mit entrücktem Lächeln hoch halten – und überraschend textsicher mitsingen.

16 Bibi-&-Tina-Songs

Seit zwei Wochen sind Bibi und Tina mit ihren Freunden auf Deutschlandtournee. Der schlichte Titel ihrer Musical-Geschichte: „Bibi & Tina – Das Konzert“. Auch wenn es nur einmal in Göttingen gegeben wird, ist es irgendwie ein Heimspiel. Ob „Muss ich haben“, „Tohuwabohu“ oder der ganz klassische „Bibi&Tina-Song“ aus den vielen Hörspiel-CDs: Die Göttinger kennen jedes Lied. Die Eltern singen ebenso laut mit wie die Kinder und alle haben sichtlich Spaß beim seichten Familien-Konzert zwischen Weihnachten und Silvester.

Alle klatschen und singen mit

„Ich bleibe hier“ singt Bibi alias Eve Rades gleich im ersten Song – und das wünschen sich wohl alle Fans an diesem Freitagabend in der Lokhalle vom ersten Takt an. Und via Handy-Großbild an der sonst spärlich ausgestatteten Bühne werden sie Teil eines typischen „Bibi&Tina-Abenteuers“.

Die Story (in der Regie von Christoph Drewitz) in Kurzform: Auf Schloss Falkenstein soll ein großes Fest stattfinden. Während ihres Kurzaufenthalts in Göttingen (weil sie hier die berühmte Bratwurst genießen wollen) ereilt Bibi, Tina (Vera Weichel), ihrem Bruder Holger und Alex von Falkenstein ein Notruf von Alex’ Vater Falko: Die Volksmusik-Truppe hat wenige Stunden vor dem Beginn abgesagt.

Natürlich springen Bibi, Tina und ihre Freunde ein: Mit spontan aus dem Publikum geholten Tänzern (die natürlich zum Ensemble gehören) und der „Bitch“ Sophia von Gelenberg (Mareike Zwahr, wunderbar überdreht) gründen sie eine Band und proben für ein Ersatzkonzert auf Schloss Falkenstein. Die Gemeinheiten von Popcorn-König Hans Kakmann (Thomas Schumann, herrlich abgefahren) bringen sie nur kurz aus der Bahn. Den Schluckauf-Anfall durch das Popcorn zaubert Bibi mit einem ihrer herrlichen „Ene-Mene-Sprüche“ natürlich ratzfatz weg.

Bibi&Tina: Die Bildergalerie

In Göttingen haben Bibi, Tina und ihre Freunde ihr neues Abenteuer erlebt: tanzend und singend auf der Bühne der fast ausverkauften Lokhalle.

Im Mittelpunkt des Konzertes aber stehen die Lieder – 16 Songs inklusive Zugabe aus der Feder von Peter Plate (bekannt als Mitglied des Duos Rosenstolz), Ulf Leo Sommer und dem Komponisten sowie Produzenten Daniel Faust. 16 Lieder im kindgerechten Pop-, Rock- und Rap-Stil zum mitsingen, mitklatschen, mittanzen und fröhlich sein. Mutmachlieder wie „No risk, no fun“ gehören ebenso dazu wie emotionale Beziehungssongs wie „Auf einer Welle“, als Tina und Bibis enge Mädchenfreundschaft kriselt. Ein Song, der besonders stark an Rosenstolz erinnert.

Auch wenn Bühnenbild, Tanzdarbietungen und allzu durchschaubare Bibi-Zauber-Tricks etwas lieblos über die Bühne huschen, verdienen die Darsteller Anerkennung: schöne Stimmen von unerwarteter Gesangsqualität – allen voran Eve Rades (Tina), Johannes Huth (Holger Martin) und Benedikt Ivo (Alexander von Falkenstein).

„Der ist sooo cool“

Die Konzertbesucher waren begeistert. „Ich finde es gut“, verriet die fünfjährige Josie aus Northeim in der Pause. Natürlich gefiel ihr der Bibi&Tina-Song „ganz toll“, auch wenn ihr Lieblingslied „Tohuwabohu“ noch folgen sollte. Die zehnjährige Fiona aus Dransfeld hätte den Super-Song „Mädchen gegen Jungs“ am liebsten noch einmal gehört – „der ist soooo cool“.

Dazu muss sie jetzt wieder auf ihre CDs zu Hause zurückgreifen. Als Trost haben ihre Eltern ihr nach dem Bibi&Tina-Konzert aber immerhin ein T-Shirt mit entsprechendem Aufdruck gekauft – ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk.

Von Ulrich Schubert

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