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Göttingen Billingshäuser feiern 100-jähriges Tuspo-Bestehen mit „Minis“ und „Legenden“
Die Region Göttingen Billingshäuser feiern 100-jähriges Tuspo-Bestehen mit „Minis“ und „Legenden“
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13:12 09.06.2019
Schenken sich nichts: Mini-Handballer haben am Sonnabend beim Sporttag auf dem Sportplatz des Tuspo Billingshausen ihren großen Auftritt. Quelle: Heller
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Billingshausen

700 Einwohner zählt Billingshausen, 250 Mitglieder hat der Tuspo, und fast ebenso viele Sportler und Zuschauern tummelten sich am Sonnabend auf dem Sportplatz. Der Klub mit seinem Vorsitzenden Stefan Steinbiß hatte ein buntes Programm ersonnen – und selbst das Wetter spielte mit. „Ich habe ein halbes Jahr lang den Teller aufgegessen, damit wir heute gutes Wetter haben“, berichtete Steinbiß.

Besonders freuten sich die Billingshäuser über den Besuch vom Partnerverein Friesen Frankleben aus den neuen Bundesländern – 60 „Friesen“ waren angereist, um mit Tuspo das Jubiläum zu feiern. Die Partnerschaft besteht seit 1956, wurde gleich nach der Grenzöffnung 1989 mit neuem Leben erfüllt und durch den Besuch eindrucksvoll bekräftigt.

Vielfältige Darbietungen

Geboten wurden den Zuschauern am Sonnabend vielfältige Darbietungen, unter anderem Damengymnastik, Kinderturnen und Feldhandball. Dabei standen sich nicht nur die Landesligamannschaft der SG Spanbeck/Billingshausen, auch bekannt als SpanBill, und Friesen Frankleben gegenüber, es gab auch ein Turnier für „Minis“, ein Damen-Handballspiel und eine Partie mit Beteiligung der Tuspo-Legenden.

Als ältester Spieler war der 84-jährige August Sakel dabei – eine waschechte Tuspo-Legende, die am Sonnabend zwei Siebenmeter verwandelte. Sakel galt seinerzeit als Abwehrspezialist und erinnert sich noch gern an die Zeit zurück. „Früher beim Großfeldhandball war es noch ein bisschen besser“, findet er.

Klub ist breit aufgestellt

Die Handballabteilung ist die einzige Abteilung des Tuspo Billingshausen, in der Wettkampfsport betrieben wird. Ansonsten ist der Klub breit aufgestellt: Vom Tischtennis über Badminton bis hin zu Bogensport ist die Angebotspalette groß. „Wer hierher zieht und in den Verein eintritt, bringt neue Ideen mit“, erläuterte Steinbiß – auf diese Weise sei der Tuspo beispielsweise zum Feldbogenschießen gekommen.

Während 15 „Fitnessdamen“ jeden Donnerstag trainieren, teilen sich rund 30 Gymnastinnen in zwei Gruppen auf. Neuerdings gebe es beim Fitness einen „Quotenmann“, berichtete „Vorturnerin“ Antje Kass, die den Zusammenhalt hervorhob. „Wir machen Ausflüge oder treffen uns, wenn jemand Geburtstag hat“, sagte sie.

Übungsleiter sind wichtig für den Verein

„Auf dem Dorf steht und fällt alles mit den Übungsleitern“, unterstrich Steinbiß, der über seinen Vater, einen leidenschaftlichen Handballer, zum Tuspo gekommen ist. Steinbiß senior stammte aus Insterburg in Ostpreußen, und die Flüchtlinge waren es auch, die dem Tuspo 1947 neues Leben einhauchten – mit Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft 1933 sei der Arbeitersportverein verboten worden, berichtete Steinbiß junior. „Die Flüchtlinge waren nach dem Krieg ein Standbein des Klubs.“

Ein Festkommers und eine Party setzten den Schlusspunkt hinter einen ereignisreichen Sonnabend. Am Sonntag stand noch ein Frühstück mit den Renshäuser Blasmusikanten an. „Und danach nehmen wir die zweiten 100 Jahre des Tuspo in Angriff“, sagte Steinbiß. In dem Moment hob eine Windböe einen Teil des Festzeltes bedrohlich an – er habe zwar ein halbes Jahr lang den Teller aufgegessen, aber den Nachtisch nicht immer, witzelte der Tuspo-Vorsitzende schlagfertig.

Von Eduard Warda

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