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Göttingen Bingo-Moderator besucht Wildbienenbiotope in Scheden
Die Region Göttingen Bingo-Moderator besucht Wildbienenbiotope in Scheden
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11:30 30.07.2019
Besichtigung der „Wildbienen-Biotope" der Biologischen Schutzgemeinschaft Göttingen hier v.li.: Thomas Fechtler, Hans Günter Joger, Karsten Behr, Geschäftsführer der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung und Michael Thürnau Quelle: Heller
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Scheden

Um Wildbienen einen Lebensraum zu schaffen, hat die Biologische Schutzgemeinschaft Göttingen (BSG) Pflegemaßnahmen auf Magerrasen und Kalksteinbrüchen in Scheden ergriffen. Es handelt sich dabei um das Projekt „Wildbienenbiotope“ des BSG, das durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung (NBU) finanziert wurde. Anlässlich der Jubiläumstour der NBU wurden die Ergebnisse des Projekts in Scheden vorgestellt. Vor Ort waren unter anderem Bingo-Moderator Michael Thürnau, besser bekannt als der „Bingo-Bär“, und der Geschäftsführer der NBU, Karsten Behr.

Unter dem Motto „Ihr Förderpartner für Umweltengagement vor Ort“ fördert die Bingo-Umweltstiftung seit 1989 jährlich rund 500 Umwelt- und Naturschutzprojekte. Dabei werden insbesondere kleine Projekte und ehrenamtliche Initiativen unterstützt, die sich für Biotope, Artenschutz, Kleingewässer, Streuobstwiesen, Bienen und Hummeln sowie Nachhaltigkeit einsetzen. Die NBU erhält die finanziellen Mittel durch die Glückspielabgabe und die Einnahmen der Spiel- und Lotteriesendung „Bingo! Die Umweltlotterie“.

Nach Angaben der NBU wurden 2018 insgesamt 334 900 Euro Fördermittel in 20 Projekte im Landkreis Göttingen investiert.

Kalksteinbrüche

Mit 29.600 Euro unterstützte die NBU die Schutzgemeinschaft seit 2016 bei der Erfassung, Pflege und Entwicklung von vier Biotopflächen für Wildbienen. Ein Grund für die Förderung sei das Insektensterben. „Wildbienen sind dabei ein zentrales Thema“, sagt der Geschäftsführer. Da Insekten und die Wildbiene auf spezielle Blühpflanzen und Wildkräuter angewiesen sind, so Behr, sei es wichtig, ihnen ein Nahrungsangebot sowie einen Lebensraum zu schaffen. „Heute schauen wir uns dieses einmalige Projekt an. Solche Projekte sind für uns wichtig, weil das ein Stück Nachhaltigkeit bedeutet“, sagt Thürnau.

Förderung auch für Experten

Vorstandsmitglied der BSG, Hans Günther Joger, sowie der Biologe und Waldbienenexperte Thomas Fechtler zeigten den NBU-Gästen die Ergebnisse im Projektgebiet und Präparate von Wildbienen. Rund 550 Wildbienen-Arten gibt es in Deutschland. „Das Besondere an der Fläche ist, dass Wildbienen auch an Kalksteinbrüchen brüten“, erzählt Joger. Wegen der finanziellen Förderung konnte die BSG zahlreiche Gebüsche und Bäume entfernen, die den Weg der Waldbienen zu den Kalksteinmauern versperrten. Zudem nutzte die BSG die finanzielle Unterstützung für die Arbeit der Wildbienen-Experten. „Die Untersuchung von Wildbienen ist schwierig und geht nur unter Laborbedingungen. Das ist mit hohem Aufwand verbunden“, fügt Fechtler hinzu. Zunächst mussten zahlreiche Bienenarten gefangen, präpariert und bestimmt werden. Anschließend fertigten die Experten einen Bericht an und veröffentlichten Empfehlungen, wie das Gebiet sinnvoll für die gefährdeten Insekten genutzt werden sollte. Erst dann konnten Maßnahmen ergriffen werden. „Das bedarf finanzieller Förderung und Power“, fügt der Experte hinzu.

„Die Welt wird von Menschen verändert, die forschen, etwas erfinden und Fakten berücksichtigen, die wir noch gar nicht bedacht haben“, sagt der Bingo-Bär. „Ich kenne die Orte in der Umgebung, weil ich schon viel beruflich hier gewesen bin. Es ist eine wunderschöne Gegend“, so Thürnau. Das Projekt „Wildbienenbiotope“ der BSG sei ein wichtiges Projekt, denn nur so könnten sich Menschen bewusst werden, „was wir mit der Natur angerichtet haben.“

Die Biologische Schutzgemeinschaft Göttingen

Als Vereinigung für Natur- und Umweltschutz setzen sich die Mitglieder für den Erhalt der Pflanzen- und Tiervielfalt ein. Vor rund 35 Jahren gründete sich die BSG und zählt derzeit 140 Mitglieder. Sowohl Experten als auch Studenten sind für die Projekte des Vereins im Einsatz. Regelmäßig planen die Mitglieder der BSG Exkursionen und Vorträge, um über aktuelle Themen aufzuklären. Projekte, wie etwa „Wildbienenbiotope“, sollen unter anderem die Lebensbedingungen der Tiere und Insekten in der Region verbessern. Um die Wildbienen zu unterstützen und ihr Aussterben zu verhindern, bewarb sich die Gemeinschaft 2016 bei der NBU. Die Stiftung unterstützte das Projekt der BSG für drei Jahre mit 29.600 Euro.

Jeden zweiten Montag treffen sich der Vorstand der BSG, Mitwirkende sowie Interessenten und besprechen aktuelle Themen. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 30 Euro, allerdings können Interessenten auch ohne Mitgliedschaft beim BSG mitwirken. Weitere Informationen unter biologische-schutzgemeinschaft.de.

Von Laura Giebner

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