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Göttingen Biogasanlage Rosdorf im Oktober betriebsbereit
Die Region Göttingen Biogasanlage Rosdorf im Oktober betriebsbereit
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18:43 12.07.2011
Von Andreas Fuhrmann
„Alles läuft zur vollsten Zufriedenheit“: Im Oktober soll die neue Biogasanlage im Süden von Rosdorf betriebsbereit sein.
„Alles läuft zur vollsten Zufriedenheit“: Im Oktober soll die neue Biogasanlage im Süden von Rosdorf betriebsbereit sein. Quelle: Hinzmann
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Rosdorf

Derzeit sei man dabei, sie zu isolieren. Danach würden noch „drei Nachgärer und ein Endlager“ gebaut, erklärte Hampe. Auch das Gebäude für das Blockheizkraftwerk befinde sich schon im Bau. Hier würden später auch Büro- und Sozialtrakt untergebracht. Eine Fahrsilo-Anlage komplettiere den Bau. Im Oktober solle die Anlage betriebsbereit sein, so Hampe. Die restlichen Arbeiten wie Ausgleichsmaßnahmen könnten aber erst bis Anfang kommenden Jahres erledigt werden.

Derweil schwelt in einigen umliegenden Ortschaften weiterhin eine Diskussion über den zu erwartenden Schwerlastverkehr, der die Anlage beliefern wird. So wurden Vertreter der Biogas Göttingen GmbH kürzlich im Ortsrat Obernjesa vorstellig, um Rede und Antwort zu stehen. Viele Bürger seien jedoch nicht gekommen, sagt Ortsbürgermeisterin Ute Fittkau-Sudbrack (SPD). Dabei gebe es noch viel zu diskutieren. Bei den Gesprächen sei nämlich deutlich geworden, dass mit den Landwirten immer noch nicht darüber gesprochen worden sei, wie sie die umliegenden Ortschaften so gut es geht umfahren. „Wir sind aus allen Wolken gefallen“, so Fittkau-Sudbrack. „Da haben sich die Herren noch nicht drum gekümmert.“ Sie sei „leicht enttäuscht bis sauer“, denn gerade in Obernjesa sei das Thema Verkehrsberuhigung derzeit ein Dauerbrenner – besonders im Hinblick auf 150 Transporte und mehr, die zur Haupterntezeit (die Rede ist von einer Woche) durch den Ort zur Anlage rollen könnten.

Diskutiert worden sei daraufhin vornehmlich darüber, „wo der Verkehr langgehen kann“. Um Obernjesa so weit wie möglich zu schonen, habe man zwei Vorschläge gemacht. So könnten die Lastwagen zum Beispiel den Weg gegenüber der alten Zuckerfabrik nutzen, der entlang der Bahngleise bis Niedernjesa führt. Auch eine Umleitung über die B 27 und Reinshof sei denkbar.

Hampe zeigt Verständnis: „Die Transportwege müssen eindeutig geklärt werden.“ Das sei im Detail bisher noch nicht geschehen. Eine Überlegung sei zum Beispiel, die Vollfahrten aus dem Süden über Obernjesa zu leiten, die Leerfahrten dann zurück über Niedernjesa. Auch einige Transporte über Reinshof zu führen, sei denkbar. Aber, so Hampe: „Es ist schwierig, Zusagen zu treffen.“ Dennoch würden die Betreiber auch weiterhin das Gespräch mit den Betroffenen suchen. „Es ist auch in unserem Interesse, dass es so wenig Ärger wie möglich gibt.“