Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Bisher 6,3 Millionen Euro investiert
Die Region Göttingen Bisher 6,3 Millionen Euro investiert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:48 21.11.2011
Von Jürgen Gückel
Baustelle für künftig weiches Wasser: Am Hochbehälter Schiefer Berg bei Tiefenbrunn entsteht die Enthärtungsanlage. Quelle: Hinzmann
Anzeige
Friedland

Das liegt auch an jährlichen hohen Investitionen des Verbandes zwischen 1,2 und 1,8 Millionen Euro, die überwiegend mit Fremdkapital finanziert wurden. Insgesamt wurden 6,3 Millionen in den vier Jahren bisher investiert. Die Bilanzsumme ist von 29,0 auf 32,1 Millionen Euro gestiegen, das Anlagevermögen von 28,0 auf 30,0 Millionen Euro.

Die Entwicklung entspricht den von den Räten bei der Ausgründung gesteckten Zielen. Damals wollte die Politik, dass die Wasser- und Abwasserpreise nicht erhöht werden, ehe aussagekräftige Bilanzen des gemeinsamen Verbandes vorliegen. Die Eigenkapitalquote, die damals noch nicht bekannt war, weil die vom Verband übernommenen Leitungen und Einrichtungen in den kommunalen Haushalten nicht bewertet waren, sollte für den Betrieb als eigenständige kommunale Gesellschaft auf rund 12 Prozent heruntergefahren werden.

Anzeige

Das bescherte den Nutzern in den Gemeinden Friedland und Rosdorf sowie in Teilen Neueichenbergs und Dransfelds die landesweit günstigsten Wasser- und Entsorgungspreise. Erst seit 1. Januar 2011 gelten erhöhte Gebühren, was dem Verband jährlich zusätzliche 700 000 Euro einbringt.

Dem Finanzausschuss Friedland rechnete der Geschäftsführer, Thomas Gotthard, nun vor, dass die größten Verluste im Bereich des Schmutzwassers eingefahren wurden: knapp 2,0 von 2,2 Millionen Euro in den ersten vier Jahren. Denn der Abwasserpreis wird bestimmt von dem, was der Verband an die Stadtwerke Göttingen, die das Klärwerk betreiben, zu zahlen hat. Weil aber in vielen alten Leitungen Fremdwasser eindringt, muss erheblich mehr gereinigt werden, als die Friedländer und Rosdorfer Haushalte eigentlich produzieren. Das Augenmerk müsse also auf der Erneuerung maroder Leitungen liegen, so Gotthard.

Aktuell baut der Verband an einer Enthärtungsanlage bei Tiefenbrunn für die Versorgung Rosdorfs mit weicherem Wasser. Ob der Verband das anfallende aufgehärtete Wasser in einem Auffangbecken entsorgen darf, hat der Landkreis noch immer nicht entschieden. Würde es als Schmutzwasser entsorgt werden müssen, entstünden immense Kosten.