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Göttingen Blühstreifen locken Bienen und Schmetterlinge an
Die Region Göttingen Blühstreifen locken Bienen und Schmetterlinge an
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19:13 26.08.2011
Mit Sonnenblumen: Sabine Johanna Kurre zeigt ihre Blühstreifen.
Mit Sonnenblumen: Sabine Johanna Kurre zeigt ihre Blühstreifen. Quelle: Hinzmann
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Angerstein

Nun sind es nicht nur Sonnenblumen, sondern eine Vielzahl an bunt blühenden Pflanzen, die um ihr Haus am Rand von Angerstein Bienen und Schmetterlinge anlocken. Klee, Lupinen, Phacelia und mehr wachsen in den Blühstreifen um den Hof Kurre in Angerstein. Und nicht nur dort hat Volker Kurre von der Betriebsgemeinschaft Kurre-Pickel sogenannte Blühstreifen gesät. In Billingshausen, am Hundeplatz in Eddigehausen oder am Mühlenberg bei Angerstein sind auf von ihm bewirtschafteten Flächen die bunten Blüten an den Feldrändern zu sehen. Und auch auf Flächen anderer Landwirte sprießen seit dem vergangenen Jahr hier und da bunt blühende Pflanzen zwischen den Feldern.

2003 ist das Niedersächsische Agrar-Umweltprogramm mit der Förderung von Blühstreifen aufgelegt worden, weiß Heiko Bete, stellvertretender Leiter der Billigungsstelle Northeim der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. 2004 wurden dann die ersten Blühstreifen als Verbindungskorridore oder Schutz-, Brut- und Rückzugsflächen für Wildtiere angelegt. Bis zum 31. Mai müssen sie ausgesät werden und dürfen nicht vor dem 15. Oktober abgemäht werden. Pflanzenschutz- oder Düngemittel sind dort nicht erlaubt, die Streifen dürfen auch nicht befahren werden, weiß Kurre.

Damit die Blühstreifen möglichst viele Tiere anziehen, sollen sie möglichst vielfältig sein, erklärt die Agrarbüromanagerin weiter. Die Streifen müssen mindestens drei Meter und höchstens 24 Meter breit sein. Insgesamt soll eine Fläche nicht mehr als einen Hektar umfassen. Für den Landwirt können sie die Arbeit erleichtern, in dem er die Blühstreifen dort einrichtet, wo er schwer zu bewirtschaftende Ecken hat. Er muss sich allerdings für fünf Jahre verpflichten, die beim Förderantrag angegebene Flächengröße auch als Blühstreifen einzusäen.

Niedersachsenweit seien mittlerweile 7500 Hektar Land als Blühstreifen angelegt, sagt Bete. 300 Hektar davon befinden sich im Landkreis Göttingen. Der Förderbetrag von 540 Euro pro Hektar orientiere sich an dem Verlust, den der Landwirt durch das Anlegen der Blühstreifen mache.

Von Ute Lawrenz