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Göttingen Bode kündigt Tunnelöffnung für Gefahrgut an
Die Region Göttingen Bode kündigt Tunnelöffnung für Gefahrgut an
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17:54 07.01.2011
Von Jürgen Gückel
Könnte bald auch ein Gefahrguttransport sein: Foto einer Feuerwehrübung im Heidkopftunnel der A 38.
Könnte bald auch ein Gefahrguttransport sein: Foto einer Feuerwehrübung im Heidkopftunnel der A 38. Quelle: Vetter
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Worauf der Landrat nicht eingeht: Gefahrgut im Tunnel würde für die zuständigen Feuerwehren der Gemeinde Friedland eine ganz neue Situation darstellen, auf die diese weder eingestellt sind, noch wurde bisher mit ihnen darüber gesprochen. Selbst die betroffenen Bürgermeister Andreas Friedrichs und Harald Grahovac (beide SPD) wurden nur von den Medien über die Ankündigung informiert.

Tatsächlich, so Ministeriumssprecherin Anne Neumann, laufe derzeit eine Neubewertung des Heidkopftunnels auf Basis einer EU-Übereinkunft zur Beförderung gefährlicher Güter. Danach sehe es bisher so aus, als ob der Tunnel in eine Sicherheitskategorie eingestuft werden könnte, die den Transport von Gefahrgut zulässt. Eine Entscheidung falle erst Ende Februar.

Auch was die laufende Prüfung des hessischen Amtes für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) Eschwege betrifft, äußerte sich Verkehrsminister Jörg Bode (FDP) zuversichtlich, eine einvernehmlich vertretbare Lösung der Verkehrsfragen zu finden.
Friedlands Bürgermeister hingegen ist skeptisch. Auch ohne die Gefahrguttransporte blieben täglich 2138 Kraftfahrzeuge, davon 525 Lkw, die im Falle eines Neubaus der B80-Brücke durch die Dörfer fahren müssten. Außerdem sei der Tunnel ständig gesperrt. Friedrichs: „Hier wird etwas als Gewinn verkauft, was ich zwar begrüße und seit langem fordere, was aber für unser Problem kein großer Fortschritt ist.“