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Göttingen Böllern verboten in historischen Innenstädten in Südniedersachsen
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Böllern verboten in historischen Innenstädten in Südniedersachsen

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09:14 18.12.2021
Auch in diesem Jahr verboten: Silvesterfeuerwerk auf dem Marktplatz vor dem Alten Rathaus in Göttingen.
Auch in diesem Jahr verboten: Silvesterfeuerwerk auf dem Marktplatz vor dem Alten Rathaus in Göttingen. Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

Das neue Jahr mit Feuerwerksraketen und Böllern begrüßen, das soll in vielen Innenstädten in Südniedersachsen auch an Silvester 2021 nicht möglich sein. Bund und Länder haben ein Böllerverbot verhängt, den Kommunen aber überlassen, wie weit sie es umsetzen. „Nach derzeitigem Stand ist ein Böllerverbot wie im vergangenen Jahr auch innerhalb des Walls sowie für den Albaniplatz vorgesehen“, teilt Dominik Kimyon, Sprecher der Göttinger Stadtverwaltung mit.

So weit sind die Überlegungen im Landkreis noch nicht gediehen. Ein flächendeckendes Verbot ist laut Landkreissprecherin Andrea Riedel-Elsner allerdings nicht geplant. Wie es in den Gemeinden des Landkreises aussehen wird, befinde sich noch in der Abstimmung.

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In Duderstadt wartet man noch auf die Allgemeinverfügung des Landkreises. Doch nach derzeitigem Stand wird es dort innerhalb des Walls kein Feuerwerk geben, teilt Verwaltungssprecherin Svenja Eckert mit. Auch Kreuzungsbereiche der Einfallstraßen sollen böllerfrei bleiben: Bahnhofstraße, Neutorstraße, Obertorstraße, Steintorstraße und Westertorstraße.

Viele Holz- und Lehmbauten

Um die eigenen Fachwerkhäuser sorgen sich auch Städte wie Osterode, Northeim und Hann. Münden. Dort stehen in den historischen Altstädten besonders viele der Holz- und Lehmbauten. Die Städte seien durch Feuerwerk sehr stark gefährdet, sagte etwa Julia Hofmann, Sprecherin der Stadt Osterode. Entsprechend ist Silvesterfeuerwerk in den drei Innenstädten ebenfalls verboten.

Wegen der mit älteren Fachwerkhäusern und der unterschiedlichsten Nutzung versehenen sehr engen Bebauung des Altdorfes des Ortsteiles Bovenden verhängt die Fleckenverwaltung ein Abbrennverbot für Silvesterfeuerwerk. Geknallt und gefeuert werden darf nicht in den Tunneln der Bundesstraße und der Bahn. Das Verbot erstreckt sich auch auf folgende Straßen inklusive eines Umkreises von 50 Metern: An der unteren Mühle zwischen Untere Straße und Schinderkuhlenweg, Auf dem Plane, Auf dem Thie, Breite Straße zwischen Untere Straße und Abdeckung B3/Bahn, Burgstraße, Feldtorweg zwischen Maschweg und Abdeckung B3/Bahn, Im Bache, Im Winkel, Kirchgasse, Obere Gasse, Untere Gasse, Untere Straße, Vor dem Tore zwischen Unterer Straße und Schinderkuhlenweg sowie Zehntenstraße.

Obligatorisch ist auch: Ein Mindestabstand von 200 Metern zu Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen sowie Kirchen ist einzuhalten. Auch vor brandgefährdeten Gebäuden ist Feuerwerk untersagt.

Von Peter Krüger-Lenz