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Göttingen Bohrlöcher im Buchenholz für Bienen
Die Region Göttingen Bohrlöcher im Buchenholz für Bienen
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15:24 25.03.2012
Von Britta Eichner-Ramm
Angehende Feuerwehrmänner mit Baumscheibe: Fabian Gerolt, Janis Erdmann und Lucas Rupprecht (von links).
Angehende Feuerwehrmänner mit Baumscheibe: Fabian Gerolt, Janis Erdmann und Lucas Rupprecht (von links). Quelle: Heller
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Barterode

Vor allem mit der alten Handbohrmaschine ist das ganz schön anstrengend. Emma Chelsea Mücke dreht und dreht und ruft dann: „Nina, helf mir mal…“ Einfacher geht das Löcherbohren mit dem Akkuschrauber und der Bohrmaschine, wenngleich der Umgang mit dem Werkzeug am Anfang doch gar nicht so einfach ist. „Aber wenn man’s erst mal gemacht hat, wird es immer einfacher“, sagt Sabrina Bema und ihre Mitstreiterin Sophie Wasmuth verrät, dass in einer der Holzscheiben ein abgebrochener Bohrer steckt.

Emma Chelsea ist mit acht Jahren die jüngste Teilnehmerin beim Tag der Umwelt, zu dem die Jugendfeuerwehr Barterode aufgerufen hat. Zunächst hätten die Jungen und Mädchen gestöhnt: „Och, sollen wir schon wieder Müll sammeln?“ Immerhin halten die Barteröder Jugendfeuerwehr-Mitglieder schon das ganze Jahr über die Bushaltestellen im Ort sauber, berichtet Leiterin Nina Keilholz stolz. Doch als sie hörten, dass diesmal Nistkästen für Solitärbienen und -wespen gebaut werden sollen, sei die anfängliche Zurückhaltung schnell Begeisterung gewichen.

Wildbienen sind Einzelgänger

Jäger Bernd Schiernberg erläutert zusammen mit Gemeindejugendfeuerwehrwart Benedikt Keilholz und Nina Keilholz den Jugendlichen, wie wichtig die Nisthilfen für die Wildbienen und -wespen sind. Dabei erfahren die Jungen und Mädchen Interessantes über die künftigen Bewohner der Holzscheiben. Im Gegensatz zu Honigbienen, die zum Beispiel der Imker im Schwarm hält, leben Wildbienen als Einzelgänger. Deshalb würden sie auch Solitärbienen genannt.

Nachdem sie etliche Löcher zwischen 3,5 und acht Zentimeter Tiefe gebohrt haben, brennen die Jungen und Mädchen mit dem Lötkolben ihre Namen in die Holzscheiben und hängen die neuen Bienen-Häuser an sonnigen und geschützten Stellen am Waldrand von Barterode auf.