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Göttingen Boris Pistorius (SPD) und Landkreise unterzeichnen Zukunftsvertrag
Die Region Göttingen Boris Pistorius (SPD) und Landkreise unterzeichnen Zukunftsvertrag
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19:57 12.11.2013
Vertragspartner: Bernhard Reuter (links) und Gero Geißlreiter (rechts) mit Innenminister Boris Pistorius. Quelle: Hinzmann
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Göttingen/Osterode

Mit dem Vertrag bekunden beide Landkreise den gemeinsamen Willen zur Fusion einschließlich der Details.

Nun muss das Land nur noch ein entsprechendes Gesetz verabschieden. Zum 1. November 2016 soll die Fusion dann vollzogen werden.

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Seit unvordenklichen Zeiten sei dies die erste freiwillige Fusion zweier Landkreise, lobte Landrat Reuter sich selbst, seinen Kollegen Geißlreiter und den niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius (SPD), der das Projekt aktiv unterstützt hatte. Durch die Fusion werde „keine Gemeinde belastet, aber viele entlastet“, versprach Reuter.

Trotz seiner Größe sei der neue Landkreis „noch gut überschaubar“. Der Landrat versicherte, es werde keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Der Osteroder Kreisrat Geißlreiter betonte, der neue Landkreis werde auch nach der knapp 80 Millionen schweren Entschuldungshilfe nicht ohne Sorgen sein.

Pistorius erklärte, die in nur anderthalb Jahren vorbereitete und ausgehandelte Fusion sei „eine beachtliche Leistung“, mit der für die Bürger langfristig „eine hohe Dienstleistungsqualität“ der Verwaltung gesichert werde. Der neue Landkreis werde gestärkt – wichtig, „weil auch die Konkurrenz zwischen den Regionen zunehmen wird“.

Leicht getrübt wurde die gute Stimmung durch die Nachricht, dass beim Betrieb der Osteroder Mülldeponie ein bislang nicht bekanntes Defizit in Höhe von mindestens zwei Millionen Euro aufgelaufen ist.In die Fusionsverhandlungen konnte der Posten nicht mehr aufgenommen werden.

Über den Vorfall sei man „verärgert“, erklärte Landkreis-Sprecher Marcel Riethig. Landrat Reuter versicherte, die Gebührenzahler im jetzigen Landkreis Göttingen würden nicht belastet.