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Göttingen Landkreis Göttingen sieht sich für Krisen gewappnet
Die Region Göttingen Landkreis Göttingen sieht sich für Krisen gewappnet
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06:00 24.04.2019
Die Göttinger Kreisverwaltung sieht sich nach Angaben ihres Sprechers beim Brand- und Katastrophenschutz gut aufgestellt. Quelle: dpa
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Göttingen

528 Feuerwehrfahrzeuge fehlen nach Angaben des Bundesinnenministers in Deutschland für den Brand- und Katastrophenschutz. Insbesondere in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen würden neue Fahrzeuge gebraucht. Der Landkreis Göttingen sieht sich jedoch gut aufgestellt.

„Insgesamt stehen im Landkreis Göttingen für den Katastrophenschutz und sogenannte Großschadensereignisse knapp 110 Fahrzeuge zur Verfügung“, sagt Verwaltungssprecher Ulrich Lottmann. Die Fahrzeuge gehörten Hilfsorganisationen und seien von diesen selbst beschafft worden. Einige wurden auch vom Landkreis, vom Land oder vom Bund finanziert. „Zusätzlich zu diesen 110 Fahrzeugen gibt es Fahrzeuge bei den Freiwilligen Feuerwehren, die vom Landkreis beschafft wurden und in den Gemeindefeuerwehren zur Verfügung stehen“, berichtet Lottmann.

Fünf Millionen Euro investiert

Seit dem Jahr 2015 habe der Landkreis knapp fünf Millionen Euro investiert, um den Katastrophenschutz zu modernisieren und zu erweitern. 15 Fahrzeuge wurden seither neu beschafft. „Wir stehen im Moment ganz gut da“, meint Lottmann. Material und Ausrüstung seien neu gekauft, die Aus- und Fortbildungspläne neu aufgestellt worden. In dem Betrag sei noch nicht mit eingerechnet, was der Landkreis für die Feuerwehren investiere und welche laufenden Unterhaltungskosten er trage.

Bundesweit sieht die Situation offenbar anders aus: Aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der FDP-Fraktion, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, geht hervor, dass bundesweit derzeit 528 Fahrzeuge für den Brand- und Katastrophenschutz fehlen. Von den vorgesehenen 1421 Lösch- und Schlauchwagen stehen den Ländern demnach aktuell lediglich 893 zur Verfügung.

430 Fahrzeuge vom Bund

Der Katastrophenschutz ist Aufgabe der Länder, und der Landkreis Göttingen dient als Katastrophenschutzbehörde dem Bevölkerungsschutz. Der Brandschutz ist zudem Sache der Kommunen. Aus Gründen des Zivilschutzes unterstützt der Bund die Länder allerdings mit Fahrzeugen, die im Katastrophenfall zum Einsatz kommen können. 430 Lösch- und Schlauchwagen sollen nach Angaben der Bundesregierung nun bis Mitte des Jahres für die Länder beschafft werden.

Der Landkreis Göttingen lege großes Gewicht auf den Bevölkerungsschutz. Darum sei dieser in den vergangenen Jahren neu geordnet und ausgebaut worden, erklärt Lottmann. Das betreffe die Finanzierung sowie die Einsatzpläne und die Ausbildung der Einsatzkräfte. „Ich muss betonen: Bei der größten Zahl der Einsatzkräfte heute handelt es sich um ehrenamtliche Helfer“, sagt er. „Sie opfern ihre Freizeit, um sich auf den Schutz anderer Menschen vorzubereiten.“

In der Region kam es zuletzt im Jahr 1981 zu einem Katastrophenalarm. Damals gingen ungewöhnlich schwere Gewitter mit sintflutartigen Regenfällen einher. Eines der schwersten Hochwasser in der Geschichte der Region war die Folge.

Von Norma Jean Levin

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