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Göttingen Brenntage sollen bleiben
Die Region Göttingen Brenntage sollen bleiben
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19:21 09.09.2009
Rauch über Elliehausen: Die meisten Hardegser wollen den Brenntag behalten. Quelle: CH
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„Soll im gesamten Bereich der Stadt Hardegsen die Möglichkeit zum Verbrennen pflanzlicher Abfälle durch Regelungen zugelassen werden?“ – Durch ein Kreuz konnten die Bürger ihre Meinung kundtun. Um den über Jahre immer wieder aufflammenden Diskussionen um das brandheiße Thema ein Ende zu machen, hatte der Rat die Bürgerbefragung beschlossen. Die Bürger waren dazu aufgerufen, ihm in seiner Entscheidung einen Fingerzeig zu geben und konnten dies nicht nur im Bürgerbüro, sondern an einem Abend sogar in ihrem Wohnort tun.

Das Thema brannte wohl nicht heiß genug. Nur 1018 von 6769 Stimmberechtigten haben ihre Stimme dazu abgegeben. Von diesen 1018 „Wählern“ haben sich 67,4 Prozent für die Beibehaltung der aktuellen Brenntagsregelung ausgesprochen. Danach darf man an jedem ersten Mittwoch und jedem ersten Sonnabend eines Monats in der Zeit von 8 Uhr bis 18 Uhr pflanzliche Abfälle zu verbrennen. 32,6 Prozent machten ihr Kreuz dagegen.

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Enttäuscht von der geringen Wahlbeteiligung zeigt sich Hardegsens Bürgermeister Dieter Sjuts und seiner Auskunft nach auch der Verwaltungsausschuss. „Wir haben die sogenannte Basisdemokratie geprobt. Schade, dass dieses nicht ausreichend wahrgenommen wurde. Es muß die Frage gestellt werden, ob der Aufwand und die Kosten für die Bürgerbefragung angemessen waren.“ 1500 Euro waren für die Durchführung nötig.

Zum Vergleich: An der Bürgerbefragung zum Thema Harzwasser im Flecken Bovenden im vergangenen Jahr haben sich 6804 Stimmberechtigte und damit 60,83 Prozent beteiligt. 57,33 Prozent hatten sich gegen die Beimischung von Harzwasser zum Bovender Trinkwasser entschieden, der Rat des Fleckens ist dieser Mehrheit gefolgt.

Auch der Rat der Stadt Hardegsen hatte die Bürgerbefragung unter dem Tenor beschlossen, das Bürgervotum als richtungsweisend zu nehmen. In der Sitzung am 28. September, wird er über die Brenntage entscheiden.

Von Ute Lawrenz