Friedland gibt Anteil ab - Brücken saniert und dann verschenkt – GT - Göttinger Tageblatt
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Göttingen Brücken saniert und dann verschenkt
Die Region Göttingen Brücken saniert und dann verschenkt
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19:39 15.08.2011
Von Jürgen Gückel
Erst saniert und dann verschenkt: Die beiden Brücken über Kraftwerksarm und Fischtreppe am Rittergut Besenhausen.
Erst saniert und dann verschenkt: Die beiden Brücken über Kraftwerksarm und Fischtreppe am Rittergut Besenhausen. Quelle: Hinzmann
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Besenhausen

Fast fertig hingegen ist der Ausbau der Gesindehäuser, in die in diesen Tagen die ersten Mieter einziehen. Die Gebäude neben den Leinebrücken, um 1900 als Wohnhäuser der Guts-arbeiter errichtet, wurden nach Plänen des Architekten in der Familie, Felix Flechtner, saniert.
Schon seit Juni wieder begehbar sind die beiden Leinebrücken über Kraftwerks- und Fischtreppenarm der Leine. Die beiden Brücken, die für den öffentlichen Verkehr nicht gebraucht werden und die lediglich das Gut mit der freien Feldmark verbinden, gehörten bisher je zur Hälfte der Gemeinde Friedland und der Teilnehmergemeinschaft Reckershausen/Niedergandern. Weil die alten Brücken nicht mehr belastbar waren, hatte schon eine Tonnagebeschränkung auf drei Tonnen angeordnet werden müssen.

Schließlich entschloss man sich zur gemeinsamen Sanierung, denn im Rahmen einer Flurbereinigung konnte die auf rund 158 000 Euro kalkulierte Erneuerung mit bis zu 80 Prozent aus Landes- und Bundesmitteln gefördert werden.

Die Gemeinde Friedland entschloss sich zudem, ihre Hälfte am Brücken-Eigentum aufzugeben. Ohnehin wurden die Brücken einzig von Fußgängern und der Landwirtschaft genutzt. Die Gemeinde steuerte zehn Prozent der Baukosten bei – maximal 15 800 Euro – und behielt Geh-, Fahr- und Leitungsrechte, ist aber künftig von der Unterhaltung der Bauwerke freigestellt.