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Göttingen Bürgermeisterwahl in Northeim: „Die Bürger können sehr stolz auf sich sein“
Die Region Göttingen Bürgermeisterwahl in Northeim: „Die Bürger können sehr stolz auf sich sein“
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00:17 26.09.2013
Quelle: Anspach/dpa (Symbolfoto)
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Northeim

Er wollte erst die offizielle Mitteilung abwarten, bevor er sich tatsächlich als neuer Bürgermeister betrachtet. „Man muss ja auf dem Boden bleiben“, betonte er. Gefreut habe er sich jedoch über das klare Ergebnis: „Die Bürger können sehr stolz auf sich sein.“ Gerade mit ihrer Wahl eines parteilosen Kandidaten hätten sie die Demokratie ernst genommen.

Tannhäuser möchte erreichen, dass Northeim mit Kernstadt und den 15 Ortsteilen weiter zusammenwächst. Damit die Stadt lebenswert und liebenswert bleibe, gelte es für den demografischen Wandel proaktive Konzepte zu entwerfen.

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Der gebürtige Mindener, der 2001 ein Ingenieurbüro in Northeim übernahm und seither mit Familie auch dort lebt, möchte unter anderem die Stadthalle erhalten. Laut Zukunftsvertrag muss sie Ende des Jahres geschlossen werden, wenn kein Träger gefunden wird.

„Neutral, offen und transparent“ möchte Tannhäuser seiner neuen Aufgabe nachgehen. Sobald er die offizielle Mitteilung hat, will er sein Büro übergeben, um sich „mit Haut und Haaren“ auf die neue Aufgabe einzulassen.

Für Frank Kampf, gemeinsamer Kandidat unterstützt von SPD, CDU und den Grünen, „ist es schon eine richtig große Enttäuschung, dass es nicht gelungen ist, die Wahl zu gewinnen.", gab er in einer Pressemitteilung bekannt. 

Er sei fest davon überzeugt gewesen, dass es nach den positiven Rückmeldungen der Bürger eine „absolut realistische Siegchance" für ihn gegeben hätte. Das Ergebnis sei „völlig überraschend" für ihn und die unterstützenden Parteien.

Zur Ursache für die Niederlage spricht Kampf von einer „gewissen Verärgerung oder auch Protest der Northeimer Bevölkerung darüber, dass sich die drei Parteien SPD, CDU und Grüne nach einer bundesweiten Ausschreibung auf einen gemeinsamen Kandidaten festgelegt haben."

Offensichtlich sei es den Wählern doch sehr wichtig gewesen, einen Bürgermeister zu haben, der schon einige Jahre in Northeim lebt.

enz/pto