Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Zwei Kreuze für den Bundestag
Die Region Göttingen Zwei Kreuze für den Bundestag
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:23 20.09.2013
Von Ulrich Schubert
Anzeige
Göttingen/Northeim

Was wird gewählt?

  • In ganz Deutschland werden am Sonntag die Mitglieder des Bundestages aus 299 Wahlkreisen gewählt (nicht ein Bundeskanzler/Bundeskanzlerin oder eine Bundesregierung). Das passiert in der Regel alle vier Jahre. In jedem Wahlkreis treten Direktkandidaten an. Im Wahlkreis Göttingen (53) haben acht Parteien Kandidaten aufgestellt, im Wahlkreis Goslar-Northeim-Osterode (52) sieben.
  • Im Landkreis Northeim wird außerdem ein neuer Landrat gewählt.
  • In drei Gemeinden wählen die Bürger außerdem einen neuen Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin: und zwar in Adelebsen, in Katlenburg-Lindau und in der Stadt Northeim.

Wie wird gewählt?

Anzeige
  • Bei der Bundestagswahl hat jeder zwei Stimmen – eine Erststimme auf der linken Seite und eine Zweitstimme auf der rechten. Mit der Erststimme wird der namentlich genannte Direktkandidat gewählt, der den Wahlkreis in Berlin vertreten soll. Wer hier die meisten Stimmen bekommt, hat einen Sitz im Parlament sicher. Die Zweitstimme geht an eine der zugelassenen Parteien. Sie ist am Ende entscheidend für die Sitzverteilung im Parlament – also für die Kräfteverhältnisse.
  • Bei der Landratswahl und bei den Bürgermeisterwahlen haben die Wähler nur eine Stimme – sie dürfen also nur ein Kreuz bei ihrem Wunschkandidaten setzen.

Wer darf wo wählen?

  • Die Wahllokale sind am Sonntag, 22. September, von 8 bis 18 Uhr geöffnet. In welchem Wahlbüro Berechtigte ihre Stimme abgeben dürfen, steht auf der Wahlbenachrichtigung. Diese Karte muss dort vorgelegt werden, eventuell auch ein gültiger Ausweis.
  • Wahlberechtigt ist bei der Bundestagswahl jeder Deutsche ab dem 18. Lebensjahr. Bei der Landratswahl und bei den Bürgermeisterwahlen dürfen bereits 16-Jährige ihre Stimme abgeben. 

Was sonst zu beachten ist

  • Wahlen sind geheim. Das heißt, jeder sollte sein Kreuz auf dem Stimmzettel unbeobachtet setzen. Auch Kinder dürfen nicht mit in die Wahlkabine (sie könnten zum Beispiel  spontan laut fragen, warum man das Kreuz denn da ganz oben macht). Nur wer auf Hilfe angewiesen ist, darf jemanden mit in die Kabine nehmen.
  • Die Kreuze auf den Stimmzetteln sollten eindeutig gesetzt werden – ohne Malereien oder Kommentare. Jeder Zusatz führt dazu, dass die Stimme ungültig ist. Bei Fehlern nicht durchstreichen und korrigieren. Es ist besser, den Zettel zu zerreißen und sich vom Wahlvorstand einen neuen Stimmzettel geben zu lassen.   
  • Wenn jemand am Wahlsonntag plötzlich krank wird, kann eine vertraute und schriftlich bevollmächtigte Person (Ausweis nicht vergessen) mit der Wahlbenachrichtigung bis 15 Uhr im Rathaus Briefwahlunterlagen abholen. Sie müssen bis spätestens 18 Uhr abgegeben werden – dann aber direkt in der jeweiligen Kreisverwaltung.

Live: Hochrechnungen und Ergebnisse aus dem Wahlkreis Göttingen

Berichterstattung rund um die Bundestagswahl im Wahlkreis Göttingen

Acht Kandidaten wollen für den Göttinger Wahlkreis 53 nach Berlin

Im Göttinger Wahlkreis 53 treten acht Bewerber als Direktkandidaten an.

  • Die SPD schickt erneut den Juristen und Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann (Jahrgang 1966) ins Rennen.
  • Für die CDU bewirbt sich erstmals der Wirtschafts- und Steuerprüfer sowie Vorsitzende der CDU im Kreis Göttingen, Fritz Güntzler (Jahrgang 1966) um ein Bundestagsmandat.
  • Für Bündnis 90/Die Grünen kandidiert im Göttinger Wahlkreis der Sozialwissenschaftler, Bundestagsabgeordnete und Spitzenkandidat der Partei, Jürgen Trittin (Jahrgang 1954).
  • Erneut in den Bundestag gewählt werden will auch der Biologe Lutz Knopek (Jahrgang 1958) – er tritt für die FDP an.
  • Die Linke schickt den pensionierten Berufsschullehrer und Göttinger Ratsherrn Gerd Nier (Jahrgang 1947) ins Rennen.
  • Der Sozialwissenschaftler und stellvertretende Kreisvorsitzende seiner Partei, Niels-Arne Münch (Jahrgang 1972) will die Piratenpartei im Bundestag vertreten.
  • Und die Freien Wähler haben den IT-Vertriebsbeauftragte und Ratsherr aus Gieboldehausen, Theo Sommer, (Jahrgang 1960) aufgestellt.
  • Außerdem kandidiert Marco Borrmann (Jahrgang 1978) aus Herzberg im Wahlkreis 53 für die NPD.

Wahlpartys und Fahrdienst

Traditionell treffen sich  Unterstützer der Parteien und Kandidaten am Wahlabend, um gemeinsam die Ergebnisse zu analysieren und auf Wahlpartys entweder zu feiern oder – bei einem schlechten Ergebnis – zu klagen.

  • Die Göttinger CDU versammelt sich ab 17.30 Uhr im Haus der Union, Reinhäuser Landstraße 5. Sie bietet Wählern (auch in Bovenden, Friedland, Gleichen und Rosdorf) von 10 bis 18 Uhr zudem einen Fahrservice zum Wahllokal an – unter Telefon 0551/5178214.    
  • Die SPD trifft sich ab 17.30 Uhr in der Galerie Apex in Göttingen, Burgstraße 46.
  • Die Göttinger Grünen  planen eine Göttinger Wahlparty im Café Inti am Wilhelmsplatz/Burgstraße. Die Northeimer Grünen und ihre Kandidaten treffen sich ab 17.30 Uhr in ihrem Wahlkreis-Büro in Northeim, Breite Straße 54.
  • Die FDP zieht für ihre „traditionelle Wahlparty“ ab 17.30 Uhr in die Scharwache im Bullerjahn ein, in Göttingen am Markt 9.
  • Ebenfalls ab 17.30 Uhr treffen sich die Freien Wähler am Sonntag im Amtsrichter in Gieboldehausen, Amtsstraße 8.
  • In der Kantine des Jungen Theaters in Göttingen „kommentieren selbsternannte Experten“  ab 18 Uhr am „thematisch passenden Buffet“ Hochrechnungen und Ergebnisse.