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Göttingen Bundesweit einmalig: Sanierung in neun Tagen soll Fachwerkhaus in Hann. Münden retten
Die Region Göttingen Bundesweit einmalig: Sanierung in neun Tagen soll Fachwerkhaus in Hann. Münden retten
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17:57 24.09.2013
Von Matthias Heinzel
Wollen die Ruine in neun Tagen zum Künstlerhaus machen: Bernd Demandt und Friedhelm Meyer (v. l.). Quelle: Hinzmann
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Hann. Münden

Wohl das interessanteste Projekt ist die bundesweit einmalige „9 mal 24“-Haussanierung, die bereits am Freitag, 27. September, um 16 Uhr beginnt. Freiwillige arbeiten bis Sonntag, 6. Oktober, um 16 Uhr rund um die Uhr, um das marode Haus Speckstraße 7 in gerade einmal neun Tagen wieder bewohnbar zu machen und damit vor dem Abriss zu retten.

Das Material für die Sanierung stammt aus Sach- und Geldspenden. Da viele der Handwerker und Helfer von außerhalb kommen, wurden kostenlose Unterkünfte und Verpflegung durch die Mündener Gastronomie organisiert.

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Das Fachwerkhaus, in Teilen fast 500 Jahre alt, ist durch einen Brand beschädigt und steht seit fast zehn Jahren leer. Dort sollen nun Künstlerateliers entstehen. Um den Fortschritt des Projekts der Öffentlichkeit dennoch zugänglich zu machen, werden überall auf dem Baugelände Kameras installiert. So können Besucher im Welfenschloss auf Bildschirmen das Geschehen über das Internet miterleben.

Eigens gegründete Bürgergenossenschaft

Noch allerdings gibt es Probleme, erklärt Initiator Bernd Demandt: „Die Umsetzung bleibt bis zur letzten Minute spannend. Durch die noch nicht vollständigen statischen Prüfungen steht die Baugenehmigung bisher noch aus.“ Demandt hatte das 300 Jahre alte, nach einem Brand schon für den Abriss freigegebene Gebäude für 20 000 Euro erworben.

Später soll die eigens gegründete Bürgergenossenschaft „Mündener Altstadt“ als Eigentümer des Fachwerkhauses an der Speckstraße auftreten. Demandt ist Projektleiter und sitzt im Vorstand.

Beim Denkmalkunst-Festival sind 20 historische Gebäude für neun Tage für Kunst und Kultur aller Art geöffnet. Unter anderem stellen die Tageblatt-Fotografen Christina Hinzmann und Peter Heller in der alten Destille, Hinter der Stadtmauer 9 und 11, aus.

Alle Infos zum Festival unter: denkmalkunst-kunstdenkmal.de