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Göttingen Bundesweiter Aktionstag gegen Spielsucht am 25. September
Die Region Göttingen Bundesweiter Aktionstag gegen Spielsucht am 25. September
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19:08 18.09.2013
Von Jörn Barke
Glücksspiel: riskantes Verhalten bei sechs Prozent der Jugendlichen. Quelle: dpa
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Göttingen

Auch in Niedersachsen werden an mehreren Orten des Landes Angebote für Schulen und Jugendeinrichtungen gemacht, um junge Menschen über die Faszination, aber auch Risiken und Gefahren rund ums Glücksspielen aufzuklären.

In Göttingen beteiligt sich die Fachstelle in Kooperation mit den BBS II Göttingen an dem Aktionstag. Gezielt werden Schüler im Rahmen von Infoveranstaltungen zu Glücksspielen und deren Gefährdung informiert. Es werden kleine Aktionen veranstaltet, ein Film gezeigt und Fragen rund ums Glücksspiel beantwortet.

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Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist es laut Jugendschutzgesetz untersagt an  Glücksspielen teilzunehmen. Trotzdem steige die Zahl der teilnehmenden Jugendlichen an, heißt es in einer Mitteilung. Die Einstiegshürden seien durch Poker-Spiele auf Facebook, Casino-Apps auf dem Handy und Tipplisten im Sportverein niedrig.

Jugendliche besonders gefährdet

Immer mehr Kinder und Jugendliche verbrächten ihre Zeit mit Glücksspielen, die schon bei einem geringen Einsatz einen hohen Gewinn versprechen. Vielfach erfolgt der Einstieg durch kostenfreie Demospiele. Erste Erfolgserlebnisse stellten sich ein und legten eine Teilnahme am Echtgeldspielbetrieb nahe.

Die Gruppe der Jugendlichen sei besonders gefährdet für die Entwicklung glücksspielbezogener Probleme. Bereits sechs Prozent der zwölf- bis 18-Jährigen zeigten eine riskante Glücksspielnutzung. Laut Uta Dohrmann hat sich die Zahl der Menschen insgesamt, die die Göttinger Fachstelle wegen einer Glücksspielproblematik aufgesucht haben, von 2008 bis 2012 auf 92 mehr als verdoppelt.