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Göttingen Busse am Biertisch: Haltestelle direkt vor Café geplant
Die Region Göttingen Busse am Biertisch: Haltestelle direkt vor Café geplant
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19:54 11.09.2009
Noch fahren die Busse an der Bar nur vorbei: Jule Schröder serviert ihren Gästen vor dem Schroeder Milchkaffee.
Noch fahren die Busse an der Bar nur vorbei: Jule Schröder serviert ihren Gästen vor dem Schroeder Milchkaffee. Quelle: Mischke
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Gestalterisch, so Lepper, solle die Burgstraße der Langen Geismarstraße angeglichen werden. Auch in der Theaterstraße solle vorraussichtlich Asphalt statt Naturstein verbaut werden. Die Steine hielten der Belastung des Busverkehrs nicht stand.
Ein Vorschlag der Verwaltung ist auch, die Bushaltestelle aus der Theaterstraße in die Jüdenstraße zu verlegen. Tom Wedrins (SPD) beantragte eine Vertagung der Entscheidung über die Pläne. Es bestehe noch Beratungsbedarf. Er kritisierte die Verlegung der Bushaltestelle. Denn: Laut der Verwaltungsvorlage ist die neue Haltestelle direkt vor dem Café Schroeder geplant. Dort aber gibt es Außengastronomie. Wedrins: „Der Vorschlag ist schon sehr schräg.“

Eine Bushaltestelle direkt vor dem Café: „Das wäre das Aus für das Schroeder“, sagt Jule Schröder, die die Bar seit acht Jahren betreibt. Seit 20 Jahren besteht die Kneipe, Wedrins zufolge wird sie sogar in amerikanischen Reiseführern als typische Göttinger Studentenkneipe geführt. „Wir sind sowieso schon beeinträchtigt, haben Baucontainer und ein Dixiklo direkt vor dem Café“, so Schröder. Zudem habe sie nur durch einen Zufall von den existenzbedrohenden Plänen der Stadtverwaltung erfahren. „Eine Mitarbeiterin hat beobachtet, wie ein Blumenkübel entfernt wurde und Busse Testfahrten machten“, ärgert sich die Gastronomin.

Die Notwendigkeit, die Bushaltestelle zu verlegen, blieb unterdessen unklar. Eine Anwohnerin der Theaterstraße meinte im Ausschuss: „Die Haltestelle ist direkt vor meinem Haus, da habe ich gar nichts gegen.“
Stadtbaurat Thomas Dienberg erklärte, dass die Fahrversuche gezeigt hätten, dass der Busverkehr auch mit einer Haltestelle in der Jüdenstraße funktioniere. Die Abwicklung sei „schwierig“, man wolle nun intern noch einmal reden.

bib