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Göttingen CDU-Landtagsabgeordnete Mareike Wulf in Göttingen zu Gast
Die Region Göttingen CDU-Landtagsabgeordnete Mareike Wulf in Göttingen zu Gast
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00:21 09.03.2019
Fritz Güntzler, Sven Sandner, Mareike Wulf und Wiebke Güntzler (von links) informierten sich in den Schulen. Quelle: Caspar
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Göttingen

Von verbalen und körperlichen Auseinandersetzungen unter einigen der Schüler, von deren Problemen, Regeln einzuhalten, und Schulschwänzern, die teilweise gar nicht mehr zum Unterricht erscheinen, berichtete Sven Sandner, der die Martin-Luther-King-Schule kommissarisch leitet, am Mittwoch. Er informierte Mareike Wulf, die stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag. Sie war gemeinsam mit dem Göttinger Bundestagsabgeordneten Fritz Güntzler, den Göttinger Ratsmitgliedern Thomas Häntsch und Wibke Güntzler (alle CDU) sowie Bernd Hanke von der Landesschulbehörde in die Förderschule (Schwerpunkt Lernen) gekommen.

Martin-Luther-King-Schule genießt Bestandsschutz bis 2028

63 Schüler habe er in den Klassen fünf bis zehn, berichtete Sandner. Die Zahlen stiegen, seit sich der Rat der Stadt für einen Bestandsschutz der von der Schließung bedrohten Schule bis 2028 ausgesprochen habe und dies auch genehmigt worden sei. Eltern schätzten die familiäre Atmosphäre. Elf Lehrer hielten engen Kontakt zu den Schülern, von denen mehr als die Hälfte einen Migrationshintergrund habe. Zu kämpfen hätten die Lehrer jedoch mit einem wachsenden Anteil verhaltensauffälliger Jugendlicher. Das erschwere selbst in Klassen mit 16 Kindern den Unterricht.

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Absprache mit den kommunalen Spitzenverbänden

Sandner bat um eine Verkleinerung der Klassen auf 13 Kinder. Außerdem benötige er Schulsozialarbeiter, die Eltern gegebenenfalls zu Hause aufsuchten. Ein Antrag sei abgelehnt worden. „In Absprache mit den kommunalen Spitzenverbänden weist das Land derzeit den Gymnasien und Grundschulen Sozialarbeiter zu“, erklärte Wulf. Daran werde sich bis 2021 wohl nichts ändern. Wenn es die Haushaltslage zulasse, würden eventuell zusätzliche Stellen geschaffen.

Finanzierung der Berufseinstiegsbegleitung läuft aus

Sandner machte zudem auf die auslaufende Finanzierung für die Berufseinstiegsbegleitung ab der achten Klasse aufmerksam. Zwei externe Kräfte würden den Jugendlichen derzeit helfen, Praktikums- und Ausbildungsplätze zu finden. Es gebe Besuche der Berufsbildenden Schulen, wohin viele Schüler nach der zehnten Klasse wechselten.

Maria Brinkmann, die die Tannenbergschule (Schwerpunkt Geistige Entwicklung) in Weende leitet, machte Wulf auf ein juristisches Problem aufmerksam. Ihre Schule, die mit dem Christophorushaus kooperiere, sei für 160 Kinder zugelassen. Da sie jedes angemeldete Kind aufnehmen müssten, seien es teilweise mehr. Die Landtagsabgeordnete versprach, bei einer Lösung zu helfen.

Von Michael Caspar

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