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Göttingen CDU fordert Wahrheit über Fusionsfolgen
Die Region Göttingen CDU fordert Wahrheit über Fusionsfolgen
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18:45 23.03.2012
Von Gerald Kräft
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Göttingen

Der Landkreis Göttingen habe verkündet, er strebe eine Fusion mit Northeim und Osterode an, um so eine Teilentschuldung beim Land zu erreichen, das sei nur die halbe Wahrheit. Langfristig müsse ein ausgeglichener Haushalt vorgelegt werden, erinnert Güntzler an die Bedingungen des Zukunftsvertrages. Ein fusionierter Großkreis müsse ein Defizit von etwa 42 Millionen Euro ausgleichen.

Ein Teil werde zwar durch Zinsersparnisse gedeckt, für den Rest von weit mehr als 30 Millionen Euro müsse aber ein umfassendes Sparprogramm aufgestellt werden. Die Bürger müssten den hohen Preis für eine Fusion kennen. Es könne zu Schließungen sozialer Einrichtungen und Kürzungen bei Kultur und Sport kommen.

Defizite der Nachbarkreise

Reuter wolle den Leuten weiß machen, dass bei einer Fusion alle gewinnen könnten, so Güntzler. Der Landkreis Göttingen werde aber der große Verlierer sein. Er müsse auch für die Defizite der Nachbarkreise aufkommen. Im Landkreis Osterode rege sich zudem Protest. Die Bürgerinitiative „Pro Osterode“ versuche, die Fusion über ein Bürgerbegehren zu verhindern. Es mehrten sich auch die Stimmen, die eine Fusion mit Goslar befürworteten, verweist Güntzler auf die Idee eines Westharzkreises aus Osterode und Goslar.

„Angesichts der vielen offenen Fragen halte ich es schlichtweg für unverantwortlich, wenn Herr Reuter jetzt einen ungedeckten Blankoscheck für die Fusion unterschreibt“, so Güntzler. „Er verrät damit die Interessen des Landkreises Göttingen und den Bürgern, von denen er gewählt worden ist.“ Er müsse anscheinend immer noch daran erinnert werden, dass er ist nicht mehr Landrat in Osterode sei. Am 25. April wollen Osterode, Göttingen und Northeim weiter verhandeln.

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