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Göttingen Göttinger Politik thematisiert Problemimmobilie im Hagenweg
Die Region Göttingen

CDU will Zustände im Hagenweg 20 verändern

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15:00 22.04.2021
Mehr Sozialarbeit, Übernahme durch die städtische Wohnungsbau und eine neue Adresse sollen im Hagenweg 20 für Besserung sorgen.
Mehr Sozialarbeit, Übernahme durch die städtische Wohnungsbau und eine neue Adresse sollen im Hagenweg 20 für Besserung sorgen. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Nach den Grünen hat nun auch die Göttinger CDU-Fraktion Anträge zu den Zuständen in der Problemimmobilie Hagenweg 20 gestellt. In den kommenden Sitzungen von Sozial- und Bauausschuss sowie im Rat sollen Vorschläge der Christdemokraten diskutiert werden.

Bereits im März war die Forderung der Grünen an die Verwaltung herangetragen worden, „klare Kante gegen Miethaie“ zu zeigen. Das Baugesetzbuch (BauGB) und hier vor allem das Modernisierungs- und Instandsetzungsgebot müssten mit aller Konsequenz zur Anwendung gebracht werden. Die Verwaltung wiegelte ab. Jetzt will die CDU nachlegen.

Hausnummern und Sozialarbeit

Der erste Antrag „Neue Hausnummern für den Hagenweg 20/20a“ wird im Bauausschuss am 6. Mai auf der Tagesordnung stehen. Die Antragsteller hoffen mit einer Adressänderung der Stigmatisierung der Bewohner entgegenwirken zu können. Der zweite CDU-Antrag befasst sich mit der Frage nach mehr Sozialarbeit und einer hausinternen Anlaufstelle. Dieser soll am 11. Mai im städtischen Sozialausschuss behandelt werden.

Die wohl weitreichendste Idee der CDU enthält der Antrag „Städtische Wohnungsbau GmbH Göttingen kauft den Hagenweg 20/20a“, der im Rat am 18. Juni eingebracht wird. Danach soll die städtische Gesellschaft sich sukzessive zum Mehrheitseigentümer der Immobilie entwickeln und so den dringend notwendigen Wandel vorbereiten.

Noch bevor die Anträge in den Ratsgremien angekommen sind, meldet sich die GoeLinke/ALG-Gruppe zu Wort. Ratsherr Edgar Schu kommentiert den Vorstoß der CDU-Fraktion so: „Die katastrophale Situation im Hagenweg 20 ist nur der äußerste Auswuchs des Göttinger Wohnungsmarkts.“ Und dessen Zustand habe die CDU mit ihrer bisherigen Position zum Bau von bezahlbaren Wohnungen mit zu verantworten.

Von Markus Scharf

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