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Göttingen Chancen für Erdkabel steigen
Die Region Göttingen Chancen für Erdkabel steigen
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18:37 12.01.2011
Von Gerald Kräft
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Die niedersächsische Landesregierung begrüßte den Vorstoß. Das Vorhaben, bei Bedarf auch gegen den Willen der Konzerne Stromleitungen bei den vier großen Pilotprojekten in Deutschland als Erdkabel zu verlegen, könne den Bedenken gegen den Bau neuer Überland-Stromtrassen entgegenkommen.

Der Göttinger Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) unterstützt die Überlegungen, Leitungen immer dann unterirdisch zu verlegen, wenn die geplanten Hochspannungsmasten weniger als 400 Meter Abstand zu Wohnsiedlungen besitzen. Das Energieleitungsausbaugesetz sollte entsprechend geändert werden, so Meyer. Im Raumordnungsverfahren für den Bau der Höchstspannungsleitung von Wahle nach Mecklar hatte der Rat der Stadt einstimmig beschlossen, die Erdverkabelung der Leitung im gesamten Stadtgebiet zu fordern. Meyer: „Wenn jetzt aus einer ‚Kann-Bestimmung‘ in bestimmten Bereichen eine Verpflichtung zur Erdverkabelung wird, dann kann das den Durchbruch für den Erfolg unserer Forderungen bedeuten.“ Die Göttinger Bundestagsabgeordneten rief Meyer auf, sich im Sinne der geplanten Neufassung des Gesetzes zu engagieren. Der Northeimer CDU-Kreisverband setzte sich erneut für eine durchgehende Erdverkabelung in Gleichspannungs-Technik ein.
Das niedersächsiche „Erdkabel-Gesetz“ hatte bereits eine Verpflichtung für Erdkabel in der Nähe von Wohnbebauung vorgesehen. Die große Koalition in Berlin hatte das durch Bundesgesetz ausgehebelt.