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Göttingen Cityförster überzeugen grüne Ratsfraktion
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00:26 02.03.2018
Der Entwurf der Cityförster: Vor der Stadthalle soll ein großer Platz entstehen. Der Verkehr von und in Richtung Innentadt fließt dort aber weiterhin. Quelle: Cityförster
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Göttingen

„Uns hat das Herangehen dieser Planer überzeugt. Die Idee den Albaniplatz bewusst weitgehend vom Autoverkehr frei zu halten und auch die Niveauunterschiede zwischen Albaniplatz, Albani-Schulhof und -kirche durch eine breite schiefe Ebene zu gestalten, halten wir für den richtigen Ansatz“, erklärte der Fraktionsvorsitzender der Grünen im Rat Becker am Dienstag.

Biergarten, Bühne, Sitztreppe: neue Funktionen für den Platz vor der Stadthalle. Quelle: Cityförster

Die Cityförster hatten sich mit ihrem Entwurf für das Hallenumfeld bei der Bürgerbeteiligung gegen drei weitere Beiträge durchgesetzt. Sie bekamen für ihren Beitrag mit 66 Prozent die höchste Zustimmungsquote.

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Am Theater und an der Stadthalle sollen, so die Vorstellungen der Planer, zwei Plätze entstehen. Quelle: Cityförster

„Die Skizze zeigt, dass der Cheltenhampark barrierefrei in einen städtischen Platz übergehen kann, der nicht nur für einzelne kulturelle Events wie das Soundcheckfestival nutzbar ist. Albaniplatz und Cheltenhampark könnten ein Ort verschiedenster Aktivitäten für Schülerinnen, Studierende und die Göttinger Stadtbevölkerung werden“, erläuterte Sakowsky, Mitglied des Bauausschusses. Becker und Sakowsky hatten am Workshop „Stadthalle - Städtebauliche Rahmenplanung und Fassadenplanung“ teilgenommen.

Einen besonderen Schwerpunkt sehen die Planer aus Hannover in der „Wiederherstellung und Stärkung des grünen Ringes entlang der ehemaligen Stadtmauer“. Quelle: Cityförster

Die Grünen bedauerten aber, dass der Planungsauftrag, den die Stadtverwaltung den Planungsbüros vorgegeben hatte, zwar den Straßenzug bis zum Deutschen Theater enthielt, jedoch Richtung Innenstadt am Wallabgang Cheltenhampark endete. „Hier muss der Planungsauftrag erweitert werden“, forderte Becker.

Die „beengten“ Flächen vor den größeren Gebäuden, etwa Kirche, Schule und Institut sollen „deutlich größer“ werden. Quelle: Cityförster

Für eine künftige Verkehrsführung legten die Grünen am Dienstag einen Vorschlag vor: Die Einbahnstraßenregelung in der Langen-Geismar-Straße ab Kurze-Geismar-Straße soll umgedreht werden, so dass Lieferverkehr über das Geismar Tor oder die Groner Straße einfahren kann. Die Abfahrt könne dann am Albanikirchhof über die Obere Karspüle zur Herzberger Landstraße erfolgen.

Vorschlag der Grünen Ratsfraktio: Die Einbahnstraßenregelung in der Langen-Geismar-Straße ab Kurze-Geismar-Straße soll umgedreht werden. Quelle: r

Für Becker ergeben sich dadurch zwei Vorteile: „Der Albaniplatz vor der Stadthalle kann vom öffentlichen Verkehr befreit werden und die Parksuchverkehrsschleife über die Rote Straße kann entfallen. Der Beginn der Fußgängerzone könnte auf der Kurzen-Geismar-Straße direkt nördlich der Kreuzung Kurze- und Lange-Geismar-Straße verlegt werden und hier auch deutlich mit einem elektrischen Poller reguliert werden.“

Sakowsky ergänzt: „Zudem würde sich dann eine gute nutzbare Zufahrt für Fahrräder von der Oststadt über die Rote Straße zur Innenstadt realisieren lassen.“

Von Michael Brakemeier

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