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Göttingen Clownsstück kommt ohne Sprache aus
Die Region Göttingen Clownsstück kommt ohne Sprache aus
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11:20 25.06.2017
Die sieben Clowns sorgten mit ihrem Stück für viel Heiterkeit und Spaß beim Publikum. Quelle: ve
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Göttingen

Auf der Bühne standen sieben Amateur-Clowns, mit denen Wacker bereits seit mehreren Jahren zusammenarbeitet. „Im vergangenen Jahr haben wir unser erstes Projekt ,Schneewittchen´ aufgeführt“, erklärte Wacker. Die Clownin und Theaterpädagogin war sowohl bei Schneewittchen als auch jetzt bei „Schwarz auf Weiß“ als Regisseurin tätig. Das erste Stück beschäftigte sich mit dem Thema Schönheit. Was finden Menschen an sich gut und was eher nicht? Das diesjährige Stück soll an die Zeit der Stummfilme mit Charlie Chaplin erinnern und verzichtet daher komplett auf Sprache. Dies habe gut funktioniert, da das Spiel hauptsächlich über Emotionen getragen werde. „Das ist auch was uns und besonders Kindern an Clowns so gut gefällt. Denn wir finden es lustig, wenn wir miterleben können, wie ein Clown scheitert“, erläuterte sie. Kinder würden das Spiel oftmals noch besser verstehen, da sie noch unbefangener sein und sich dadurch mehr trauen würden. „Clowns überschreiten in ihrem Spiel Grenzen und sind dadurch auch unverschämt“, so die Regisseurin. Für „Schwarz auf Weiß“ haben die Proben im Februar begonnen. Die Gruppe der Domino-Clowns sei in den vergangenen Jahren zusammenwachsen, so dass auch die wenigen Proben ausgereicht hätten, um das Stück auf die Beine zu stellen. Norika Wacker, die staatlich anerkannte Clownin ist, möchte mit ihren Darbietungen anderen die Welt zeigen und ihnen Freude bringen, weshalb sie unter anderem in Kliniken unterwegs ist. Bei Domino arbeitet sie nicht nur mit der Gruppe, die das Stück aufgeführt hat, zusammen, sondern bietet auch Workshops an. Über dieses Angebot ist sie auch zu Domino, Verein für Kinder-und Jugendtheater in Göttingen,  gekommen.

In dem rund 45 Minuten dauernden Stück „Schwarz auf Weiß“ war bis auf die roten Clownsnasen und einige wenige Requisiten alles in schwarz und weiß gehalten. Da in dem Stück keine Sprache verwendet wurde, lief im Hintergrund Musik, deren Veränderung auch immer das Stichwort für den Auftritt eines Clowns war. Für Heiterkeit beim Publikum sorgten die verschiedenen Schauspieltypen, die dargestellt wurden. So in etwa der Auftritt einer Diva, die sich von allen bewundert wurde und dies auch auszunutzen verstand. Ebenso begeisterte der Tollpatsch, der alles umlief das Publikum, bei dem zahlreiche Szenen für spontanen Applaus sorgten. Auch typische Clown-Elemente wie das Jonglieren durften in dem Stück, was sich an alle Altersgruppen richtet, nicht fehlen. Angewandt wurden auch Schattenspiele, bei denen die Clowns ihre zuvor auf der Bühne gezeigten Kunststücke hinter der Wand fortführten. Zum Ende des Stückes wurde das einzige Mal Sprache, in Form eines Liedes, angewendet. ve