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Göttingen Corona-Ausbruch: 55 weitere Tests in Göttingen am Pfingstmontag
Die Region Göttingen Corona-Ausbruch: 55 weitere Tests in Göttingen am Pfingstmontag
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22:20 01.06.2020
Die Göttinger Sozialdezernentin und Leiterin des Krisenstabs, Petra Broistedt, gibt die aktuellen Fakten zum Infektionsgeschehen bekannt.
Die Göttinger Sozialdezernentin und Leiterin des Krisenstabs, Petra Broistedt, gibt die aktuellen Fakten zum Infektionsgeschehen bekannt. Quelle: Christina Hinzmann / GT
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Göttingen

Weitere 55 Personen sind am Pfingstmontag auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet worden. Personen, die das Testzentrum nicht selbstständig aufsuchen konnten, wurden von Mitarbeitern der Berufsfeuerwehr Göttingen und der Kassenärztlichen Vereinigung zu Hause aufgesucht, um den Test abzunehmen. Das teilte die Göttinger Stadtverwaltung am Montagabend mit.

76 Menschen seien bereits am Wochenende und 35 in der vergangenen Arbeitswoche getestet worden. Insgesamt sind 68 der Getesteten laut Testergebnis mit dem Coronavirus infiziert. 59 davon leben in der Stadt und neun im Landkreis Göttingen. „Weitere Befunde der Testungen von heute stehen noch aus“, heißt es in der Mitteilung. Eine Person sei weiterhin in stationärer Behandlung.

203 Kontaktpersonen ersten Grades

In Zusammenhang mit mehreren privaten Familienfeiern am vergangenen Wochenende seien mittlerweile 203 Kontaktpersonen ersten Grades in Stadt und Landkreis Göttingen identifiziert worden, so die Verwaltung. Alle Betroffenen müssen sich amtlich verfügt in Quarantäne begeben und seien aufgefordert, sich testen zu lassen. Weitere Kontaktpersonen fielen in die Zuständigkeit anderer Gesundheitsämter, darunter Salzgitter, Osnabrück, Eichsfeld Kreis und Märkischer Kreis. Die Ämter seien bereits informiert.

57 Kinder unter Kontaktpersonen – betroffene Schulen sind informiert

Bereits am Sonnabend hatte die Stadtverwaltung gemeldet, dass sich unter den Kontaktpersonen ersten Grades auch 57 Kinder und Jugendliche befinden und erklärt, betroffene Schulen in Kenntnis gesetzt zu haben.

Am späten Montagabend listeten die Verantwortlichen diese Schulen auf:

Neue IGS Göttingen

Regenbogenschule, Göttingen

Kooperative Gesamtschule Gieboldehausen

Grundschule im Drammetal, Rosdorf-Dramfeld

Berufsbildende Schulen Ritterplan, Göttingen

Egelsbergschule Göttingen

Brüder-Grimm-Schule, Göttingen

Integrierte Gesamtschule, Bovenden

Schule am Hohen Hagen, Dransfeld

Wilhelm-Busch-Schule, Göttingen

Heinrich - Heine - Schule Göttingen

Heinrich-Grupe-Schule, Rosdorf

Geschwister-Scholl-Gesamtschule, Göttingen

Die Schulen, so erklärt die Stadtverwaltung weiter, würden verstärkt auf Krankheitsanzeichen bei anderen Schülern achten und die Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Masken auf dem Schulgelände und in den Gebäuden für einen Zeitraum von 14 Tagen als präventive Maßnahme werde verfügt. Ausgenommen blieben weiterhin die Klassenräume.

Soweit ein Kind oder Jugendlicher positiv auf Corona getestet werde, erhielten alle Klassenkameraden und zugehörige Lehrkräfte als Kontaktpersonen ersten Grades eine Quarantäneverfügung, die vom Gesundheitsamt für die Stadt und den Landkreis Göttingen individuell ausgesprochen werde.

Weiterhin Personen nicht zum Test erschienen

Nach Bekanntwerden der Vorfälle hatte die Leiterin des Krisenstabs der Stadt und des Landkreises Göttingen, Petra Broistedt, mehrfach erklärt, dass noch nicht alle aufgeforderten Personen zu den Tests erschienen seien. Am späten Montagabend teile die Verwaltung mit, dass es sich um eine „mittlere zweistellige Zahl von Personen“ handele, die der Aufforderung noch immer nicht nachgekommen seien.

Diesen Personen werde eine schriftliche Anordnung, den Test umgehend nachzuholen unter Androhung eines Bußgeldes zugestellt, und weitere Maßnahmen sollen notfalls mit polizeilicher Unterstützung durchgesetzt werden, heißt es weiter.

Die Einhaltung aller Quarantäneanordnungen werde stichprobenhaft überprüft.

Bürgertelefon ab Montagmorgen

Ab Montagmorgen sei zudem das Bürgertelefon von Stadt und Landkreis Göttingen unter Telefon 0551 / 7075 100 wieder montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr erreichbar.

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Von Claudia Bartels und Lea Lang