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Göttingen Corona: Das gilt seit Montag in Stadt und Landkreis Göttingen
Die Region Göttingen Corona: Das gilt seit Montag in Stadt und Landkreis Göttingen
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11:25 28.04.2020
Seit Montag gilt in Stadt und Landkreis Göttingen eine Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im öffentlichen Raum. Quelle: Christina Hinzmann / GT
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Göttingen

Das Land Niedersachsen hat am Freitag seine Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Coronavirus ergänzt. Das betrifft vor allem die sogenannte Maskenpflicht sowie den Start des Präsenzunterrichts an Schulen. Die neuen Regeln gelten ab Montag, 27. April, zunächst bis einschließlich Mittwoch, 6. Mai. Was das für Menschen in Stadt und Landkreis Göttingen bedeutet, zeigt die folgende Übersicht.

Maskenpflicht

Wo gilt die Maskenpflicht?

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Allgemein gilt: In Geschäften, Bussen und Bahnen sowie in Einrichtungen des Gesundheitswesens muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Im Nahverkehr gilt die sogenannte Maskenpflicht auch an Haltestellen und Aufenthaltsbereichen am Gleis.

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist in Stadt und Landkreis Göttingen in Krankenhäusern und Heimen vorgeschrieben, wie die Kreisverwaltung mitteilt. Auch bei medizinischen Dienstleistungen ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung Pflicht, dazu gehören Arztbesuche oder medizinische Behandlungen, Hebammenleistungen, Besuche der Physiotherapie, Ergotherapie oder der Osteopathie sowie die Teilnahme an Blutspenden und Typisierungen.

Auch wer Einrichtungen und Dienststellen der Stadt Göttingen, des Landkreises Göttingen und der kreisangehörigen Gemeinden besucht, muss Mund und Nase bedecken.

„Die Bedeckung von Mund und Nase wird für einige Zeit zu unserem Alltag gehören. Das ist mit Blick auf die geöffneten Geschäfte und des Schulbeginns wichtig. Denn sich und andere vor dem Coronavirus zu schützen, bleibt unser oberstes Ziel. Die wichtigste Regel ist aber: Halten Sie Abstand zu anderen. Das gilt auch dann, wenn Mund und Nase mit einer Maske oder einem Tuch bedeckt sind“, erläutert Petra Broistedt, für das Gesundheitsamt zuständige Dezernentin der Stadt Göttingen.

Kreisrätin Marlies Dornieden, Dezernentin für Bevölkerungsschutz des Landkreises Göttingen fügt hinzu: „Jede und jeder kann helfen, die Pandemie zu bekämpfen. Das wird mit der Maskenpflicht nun sehr klar, konkret umsetzbar und im Wortsinne sichtbar. Die Maske ist ein einfaches, effektives Mittel, das Infektionsrisiko zu mindern. Und: Sie ist das Symbol für die Verantwortung aller, Leben zu schützen!“

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Die Maskenpflicht gilt weiterhin bei der Betreuung hilfebedürftiger Personen und Minderjähriger, etwa bei der Versorgung mit Lebensmitteln, Gütern und Dienstleistungen.

Wer seine Kinder zur Schule oder Notbetreuung begleitet oder abholt, muss ebenfalls Mund und Nase bedecken. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist nach Angabe der Kreisverwaltung auf Schulgrundstücken und in Schulgebäuden außerhalb von Unterrichts- und Verwaltungsräumen Pflicht.

Die Maskenpflicht gilt außerdem an Orten zur Abgabe von Speisen und Getränken zum Mitnehmen oder Ausliefern.

Welche Maske muss es sein?

Als Mund-Nasen-Bedeckung gelten auch etwa Schals, Tücher, Buffs oder selbsthergestellte Stoffmasken. Mehrlagiger medizinischer Mund-Nasen-Schutz und medizinische Atemschutzmasken sollen dem medizinischen und pflegerischen Personal vorbehalten bleiben.

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Für wen gilt die Maskenpflicht?

Menschen, für die aufgrund von Vorerkrankungen, zum Beispiel schweren Herz- oder Lungenerkrankungen, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht zumutbar ist, sind von der Verpflichtung ausgenommen, heißt es in der Verordnung. Auch für Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres bestehe keine Maskenpflicht.

Wer versorgt mich mit einer Maske?

Nach Angaben der Kreisverwaltung ist jeder verpflichtet, selbst für die Ausstattung mit einer entsprechenden Maske zu sorgen.

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Was passiert, wenn ich keine Maske trage?

Verstöße gegen die Verordnung sind nach Angaben der Kreisverwaltung Ordnungswidrigkeiten und werden mit Bußgeldern bis zu 25.000 Euro geahndet.

Schulstart

Für welche Schüler startet der Unterricht?

Der Präsenzunterricht beginnt zunächst für die Abschlussklassen von Haupt- und Realschulen und Gymnasien sowie zu den Prüfungsvorbereitungen in der beruflichen Bildung.

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Welche besondere Regeln gelten?

Um an Schulen eine gegenseitige Ansteckung mit dem Covid-19-Virus zu verhindern, sollen die Klassenräume nur mit halber Klassenstärke besetzt sein. Das bedeute in der Praxis ein Wechsel zwischen Home Learning und Schule, quasi eine Kombination aus lernen im Klassenzimmer und lernen zu Hause. Klassenübergreifende Arbeitsgruppen und auch Sportunterricht sind weiterhin tabu.

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Schulleiter sollen eine Art Fahrplan bekommen, der auch konkrete Vorgaben zur Hygiene beinhalte. Sollte ein Schulträger zur Einsicht gelangen, dass der Gesundheitsschutz an einer konkreten Bildungsstätte nicht gewährleistet werden kann – etwa weil die sanitären Einrichtungen zu wünschen übrig lassen – müsse er sich um Ersatzräume für einen Unterricht bemühen.

Von Verena Schulz

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