Corona-Regeln: Polizei Göttingen will an Silvester „in Höchststärke“ kontrollieren
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Corona-Regeln: Polizei Göttingen will an Silvester „in Höchststärke“ kontrollieren

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15:17 30.12.2020
Feuerwerksraketen explodieren 2015/2016 letztmals am Göttinger Markt. Quelle: Swen Pförtner
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Göttingen

Hohe Infektionszahlen, Feiern nur im kleinen Personenkreis, Maskenpflicht, Feuerwerksverbot: Die Göttinger Polizei hat in diesem Jahr in der Silvesternacht jede Menge zu kontrollieren. „An diesem Jahreswechsel steht alles unter dem Zeichen der Corona-Pandemie“, so die Polizeidirektion Göttingen. In deren Zuständigkeitsbereich kündigen die Beamten in der Silvesternacht „verstärkt Kontrollen“ an. Überwacht werden nach Angaben der Behörde die Einhaltung der aktuellen Corona-Verordnung und die jeweiligen Allgemeinverfügungen der Landkreise, Städte und Gemeinden.

 

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Ansammlungen von Menschen an Silvester verboten

Die Göttinger Polizei weist darauf hin, dass sich – wie in der Zeit vor und nach Weihnachten – auch an Silvester und Neujahr maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen. „In der Silvesternacht werden die Einsatz- und Streifendienste in Höchststärke im Einsatz sein“, so Polizeisprecherin Tanja Kurth-Koch. Bei den flächendeckenden Kontrollen habe „die Einhaltung der aktuellen Corona-Regelungen im Sinne eines effektiven Infektionsschutzes hohe Priorität“, teilt sie mit.

Die Beamten der Einsatz- und Streifendienste werden demnach durch Kräfte der Bereitschaftspolizei der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen, der Verfügungseinheiten der Polizeiinspektionen und der Diensthundführerstaffel der Polizeidirektion Göttingen unterstützt. Innerhalb der Polizeiinspektionen finden, so Kurth-Koch, vereinzelt auch gemeinsame Kontrollen mit den Stadtordnungsdiensten statt.

Polizeidirektion Göttingen

Die Polizeidirektion Göttingen hat ihren Sitz in Göttingen – an der Groner Landstraße 51. Zur PD Göttingen gehören die Polizeiinspektionen Göttingen, Hameln-Pyrmont/Holzminden, Hildesheim, Nienburg/Schaumburg und Northeim/Osterode. Die Mitarbeiter der Polizeidirektion betreuen mit rund 2.850 Mitarbeitern – darunter etwa 2.350 Polizeibeamte – auf einer Fläche von 7790 Quadratkilometern rund 1,26 Millionen Bürger wischen Hann.Münden, Bad Sachsa und Nienburg. Die Polizeiinspektion Göttingen ist zuständig für die Stadt und dns Landkreis Göttingen, einschließlich der Autobahnen. Dort leben rund 330.000 Menschen. 620 Polizeibeamte und 90 weitere Beschäftigte arbeiten dort. Zur Polizeiinspektion Göttingen gehören vier Polizeikommissariate, nämlich Hann. Münden, Duderstadt, Osterode und Bad Lauterberg, vierzehn Polizeistationen (Bovenden, Adelebsen, Rosdorf, Friedland, Gleichen, Ebergötzen, Gieboldehausen, Dransfeld, Staufenberg, Herzberg, Hattorf, Bad Grund, Bad Sachsa und Walkenried). Zudem gibt es in der Stadt Göttingen den Einsatz- und Streifendienst I (Groner Landstraße 51), der Einsatz- und Streifendienst 2 (Otto-Hahn-Straße 2) sowie für die Autobahnen der Einsatz- und Streifendienst Bundesautobahn (Stützpunkt Mengershausen).

Der Fokus der Polizei liege insbesondere auf verbotenen Menschenansammlungen, wie sie auch in den letzten Tagen festgestellt werden konnten. So lösten Beamte der Polizeiinspektion Göttingen in der vergangenen Woche eine Corona-Party mit 18 Personen im Bereich Hann. Münden auf. „Die Betroffenen zeigten sich gegenüber der Polizei uneinsichtig und aggressiv. Die Verstöße wurden konsequent geahndet, es wurden 18 Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Infektionsschutzgesetz eingeleitet“, so Kurth-Koch.

 

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Weitere Verstöße habe es auch in Hildesheim gegeben. Dort stellten Polizeibeamte der Polizeiinspektion Hildesheim im Dezember an zwei bereits bekannten Treffpunkten mehrere Personen fest, die sich nicht an die geltenden Corona-Regelungen hielten. Auch dort kommen nun Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Infektionsschutzgesetz auf die Menschen zu.

Göttingens Polizeipräsident Uwe Lührig verurteilt ein derartiges Verhalten und appelliert an die Bürger, sich auch weiterhin an die geltenden Corona-Regeln zu halten. „Verstöße gegen die Corona-Verordnung sind keine Bagatelldelikte, gefährden andere und können hohe Bußgelder nach sich ziehen. Ein derartig rücksichtsloses Verhalten kann von uns nicht toleriert werden“, so Lührig. Er appelliert an die Vernunft. „Akzeptieren Sie die polizeilichen Maßnahmen und halten Sie sich an die Regeln. Reduzieren Sie ihre Kontakte an Silvester und helfen sie somit einen erneuten Anstieg der Infektionszahlen zu verhindern“, so der Polizeipräsident.

Polizei überwacht feuerwerksfreie Zonen und Feuerwerksverbot

Neben den allgemeinen Infektionsschutzmaßnahmen will die Polizei auch das in diesem Jahr geltende Feuerwerksverbot kontrollieren. Nach der aktuellen Corona-Verordnung sei laut Polizei das Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie F 2 auf belebten öffentlichen Plätzen, Straßen und Wegen in der Zeit an Silvester und Neujahr verboten. Die entsprechenden Flächen wurden durch die jeweiligen Kommunen festgelegt. An diesen festgelegten Orten sei auch das Mitführen von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie 2 verboten.

Von Britta Bielefeld